Organisch, impulsiv und mit subtil-kritischer Note präsentieren sich die Werke von Hans Jandl unter dem Titel „Neu – frei – Blei“.
Lebewesen, die miteinander verbunden sind
Fast alle Bilder sind heuer entstanden, teilweise im neuen Atelier in Pischelsdorf. Lockerer, freier und luftiger präsentieren sie sich – Jandl knüpft damit an seine malerischen Anfänge in den 80er-Jahren an.
„Von der Expressivität her sind sie wieder ganz da: Diese Wesen, die durcheinander schwimmen oder miteinander kombiniert auftreten, Wesen, die man nicht immer genau definieren kann, zwischen Tieren, Menschen oder irgendwelchen Mikroben“, so Jandl. Lebewesen, die miteinander verbunden sind – ein Abbild unserer Welt.
Subtile Gesellschaftskritik
Auch das Material Blei begleitet Hans Jandl schon lange: Seine aus Blei-Blech gefalteten Boots-Objekte spielen mit Leichtigkeit und Schwere und verpacken subtile Gesellschaftskritik – „Hannibal schifft weiter“ heißt eines davon. „Seit den Punischen Kriegen hat sich da eigentlich nicht viel verändert in der Menschlichkeit, in unserem Umgang, in den Machtansprüchen, in der Kriegsführung… in Wirklichkeit hat sich die Menschheit nicht weiter entwickelt.“
„Kunst soll Fragen aufwerfen“
Satte Blau-, Grün- Gelb- oder Brauntöne dominieren Jandls Arbeiten – Farben aus der Natur. Farbe ist für Jandl ein wichtiges Ausdrucksmittel, das den Betrachter auch sinnlich ansprechen soll: „Wenn Kunst etwas nicht will, ist es fixe Antworten zu geben, sondern es ist wohl die Aufgabe der Kunst, Fragen offen zu lassen und Fragen aufzuwerfen. Das gelingt, glaube ich, mit dieser Ausführung besser.“