Wenn die liebe Familie zusammenkommt, dann kann es schon einmal ordentlich kriseln. In „Familienfeier“ dreht sich alles um eine Patchworkfamilie, die bei Oma und Opa zusammenkommt.
Sprengstoff zwischen Kaffee & Kuchen
Anlass ist der Geburtstag von Clara-Sofie – sie wird ein Jahr alt. „Wenn das gleichgeschlechtliche Mütter-Paar, wo die Tochter eben Clara-Sofie ist, dann auf den konservativen Lokalpolitiker trifft, ist das natürlich etwas, was Konflikt bietet. Dann die Oma, die alles richtig machen möchte, etwa die die Lasagne genau vegan vorbereitet – es ist ein Kuddelmuddel an Konflikten“, so Weber.
Bis es eskaliert: „In dem Moment packt einer Extasy aus, und sie werfen sich mitten in der Familienfeier Extasy ein – und das finde ich nach wie vor sehr skurril.“
Alles erfunden, aber…
Wie realitätsnah oder gar autobiographisch ist die Geschichte von Thomas Weber? „Es ist alles erfunden. Jedes Mal an dem Punkt, wo es für mich zu realitätsnah geworden ist, hab ich mir gedacht, jetzt braucht es eine Wendung, jetzt muss es noch ein bisschen übertriebener sein.“ Und dennoch: „Auf die Idee bin ich gekommen, als ich selbst bei einer Familienfeier war, vor vielen Jahren. Ich bin damals am Kindertisch gesessen und habe so dieses Treiben beobachtet und habe mir dann gedacht, es fällt einem selbst gar nicht so auf, wie man sich da eigentlich verhält, also auch welcher Druck da teilweise mitschwingt, dass das Essen rechtzeitig fertig ist, dass es richtige Geschenke gekauft wurde…“
„Familienfeier“: Thomas Weber stellt Roman vor
Thomas Weber moderiert „Steiermark heute“ und ist Reporter beim ORF Steiermark. Schon lange wollte er aber auch ein Buch schreiben. Diesen Wunsch hat er sich nun erfüllt: „Familienfeier“ nennt sich sein Debüt-Roman, bei dem eben eine solche Familienfeier völlig aus dem Ruder läuft.
Begonnen hat alles im Jahre 2018: „Da habe ich die ersten Versuche gemacht, habe auch schon so 15, 20 Seiten geschrieben. Dann hatte ich die klassische Schreibblockade – mir ist echt nichts mehr eingefallen. Und dann kam Rian mit dem Lied ‚Verwandtschaftstreffen‘ – das hat mich dann so daran erinnert, ja eigentlich hab’ ich so was in der Art und Weise auch schon geschrieben.“
Familiäre Qualitätskontrolle
Bevor das Buch aber fertig war, musste die Geschichte noch durch die familiäre Qualitätskontrolle: „Es ist mir auch unglaublich wichtig, was meine Eltern davon halten. Da sind wir wieder beim Familienthema, weil es schon wichtig ist, dass Familie Rückhalt ist und dass man da einen Support hat.“
Als nächstes wird Weihnachten gefeiert
An der Fortsetzung der Familienfeier schreibt Weber bereits: „Schön wäre nach der Geburtstagsfeier jetzt, wenn wir die alle gemeinsam Weihnachten feiern lassen würden, und drum schreibe ich so über Weihnachten.“