Ob Festspielhaus St. Pölten oder Grazer Stadthalle: Leichtigkeit, Präzision und Eleganz kennzeichnen Klaus Kadas Architektur.
Transparente Leichtigkeit
Sie soll den Betrachter auch sinnlich ansprechen, und so ist das Licht ein wesentlicher Bestandteil seiner Bauten: „Es ersetzt mir diese schwere Materialität eigentlich komplett und dreht sie um und macht aus dem massiven Zeugs eine transparente Leichtigkeit“, so Kada.
Aus der Grazer Schule kommend, hat Klaus Kada die Architektur der letzten Jahrzehnte mitgeprägt. Die Ausstellung will das Prozesshafte seiner Arbeiten sinnlich erfahrbar machen und Leitlinien aufzeigen. „Die reichen von Licht und Schatten, über Reflexion und Spiegelung, über Materialität und Farbe, bis hin zu Details und Konstruktion, Geometrie und Fläche“, sagt Sigrid Prinz.
Leichtigkeit und konstruktive Eleganz
So entsteht ein neuer Wahrnehmungsraum, denn die flügelartigen Präsentationsflächen spiegeln Kadas Prinzipien formal und materiell: „Es gab zwei Leitmotive für die Gestaltung, nämlich Leichtigkeit und konstruktive Eleganz, die ja beide auch wesentliche Merkmale für das Werk meines Vaters darstellen“, sagt Ausstellungsdesigner Alexander Kada.
Es sind die Details…
Vor allem sind es die Details, die Kadas Architektur als sinnliche Erfahrung erlebbar machen: „Es ist viel besser, wenn man ein Detail im Kopf hat und sich immer wieder erinnert, wie das in der Gesamtheit ausgeschaut hat.“
Klaus Kadas Architektur kann man im MUWA bis 22. Jänner erkunden – ebenso wie die feinen Tusche-Zeichnungen der Grazer Künstlerin Bettina Paschke: Sie sind im Obergeschoss des Museums der Wahrnehmung zu sehen.