Bei Tier daheim

Neue Tümpel für gezielten Artenschutz

Die historische Hitze- und Trockenperiode im Sommer hat auch gezeigt, dass viele Wildtiere und Insekten kaum mehr Wasser finden und zu verdursten drohen. Der Naturschutzbund Steiermark errichtet deshalb hunderte sogenannte Überlebenstümpel.

Rehe und Hasen brauchen täglich Wasser zum Trinken, viele Insekten wiederum benötigen Wasserstellen, um Nahrung zu finden und sich zu vermehren. Diese Wasserstellen werden aber durch den Klimawandel immer weniger – daher braucht es menschliche Hilfe.

Überlebenstümpel

„Im Klimawandel braucht es Überlebenstümpel – ein Hase braucht etwa einen halben Liter Wasser am Tag, ein Reh mindestens einen Liter. Der Naturschutzbund legt hunderte Tümpel an, aber es werden wohl Tausende benötigt, wenn es solche Sommer wie heuer weiter geben wird“, sagt Hannes Gepp vom Naturschutzbund Steiermark.

Überlebensteiche
ORF

Für diese Tümpel werden mit Steinen ausgelegte Folien benutzt, damit das Wasser nicht gleich versickert, beim Befüllen kommt Unterstützung von Gemeinden, Feuerwehren und Jägern – die Wasserstellen sollen ja gut 50 Jahren erhalten bleiben.

Der Lohn der Arbeit kommt vorbei

Der Lohn für die freiwillige Arbeit folgt danach – entweder fliegt er vorbei, oder er kommt auf vier Beinen: „Das motiviert schon, wenn man dann die Tiere auch sieht, die man schützen möchte, und dann denkt man, ja, da bin ich schon richtig“, sagt die Biologie-Studentin Julia Aldrian. Abgesehen von Hasen, Rehen oder auch Wildschweinen leben immerhin bis zu 120.000 winzige Tiere in oder an nur einem einzigen Tümpel.

Überlebensteiche
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Freiwillige gesucht

Da es in den nächsten Jahren immer mehr Trockenperioden geben wird, braucht man in der Steiermark ganz viele von diesen Tümpeln – und für die Errichtung und Pflege braucht es Freiwillige. Wer beim Tümpelbau oder -befüllen helfen möchte, kann sich gerne an den Naturschutzbund Steiermark wenden.