Krebszucht in Weixelbaum
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Leidenschaft

Krebse für den Krebsenbach

Dietmar Kreindl aus Weixelbaum in der Gemeinde Deutsch Goritz hat ein besonderes Hobby: Er züchtet Edelkrebse. Aber nicht für die Gastronomie – vielmehr möchte er sie im sogenannten Krebsenbach wieder ansiedeln.

Schon als Bub zog es den heutigen Installateur immer wieder zum Krebsenbach: „Als kleines Kind bist natürlich am Bach unten spielen, und dann haben sie mal gezwickt… und auf einmal waren sie dann nicht mehr da. Dann fängt man an zu studieren – wieso, warum, was ist da schuld.“

So begann Dietmar Kreindl zu forschen – und dabei entdeckte er, dass der aus Amerika eingeschleppte Signalkrebs auch in seiner Gegend eine für den heimischen Edelkrebs tödliche Krankheit verbreitet, die diesen beinahe ausgerottet hat.

Nicht für Gastronomie, nur für Erhaltung der Art

Vor einigen Jahren begann er, bei sich zu Hause Edelkrebse zu züchten – aber eben nicht für die Gastronomie: Trotz lukrativer Angebote für die Tiere ist sein einziges Ziel deren Arterhaltung; er will sie in den Gewässern rund um Weixelbaum wieder anzusiedeln.

Krebszucht in Weixelbaum
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Aus einigen wenigen Edelkrebsen, die er sich im Waldviertel besorgt hatte, gingen mittlerweile tausende Tiere hervor. Sein Zuchtbecken könnte man fast als Hochzeitssuite bezeichnen: „Jetzt fängt dann bald die Paarungszeit an, und da möcht’ ich schauen, dass ich ein gutes Mischungsverhältnis hab’ zwischen Weibchen und Männchen.“ In eigenen Teichen werden die Krebse dann an die wirkliche Natur angepasst, ehe sie nach einem Behördenverfahren ausgewildert werden können.

Krebszucht in Weixelbaum
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Und so wie sich viele Imker an Bienenstiche gewöhnen, macht Dietmar Kreindl ein Krebsenzwicker mittlerweile kaum etwas aus: „Das tut ein bisserl weh, aber das tut dann irgendwann nichts mehr.“