„9 Plätze – 9 Schätze“

Die Riegersburg für die Steiermark

Stolz thront die Riegersburg auf einem Vulkanfelsen über den sanften Hügeln der Südoststeiermark – weithin sichtbar erhebt sich die nie eroberte Festung aus der Landschaft. Die Riegersburg vertritt heuer die Steiermark bei der großen Hauptabendshow „9 Plätze – 9 Schätze“.

In „9 Plätze – 9 Schätze“ werden mittlerweile schon traditionell neun einzigartige, teils verborgene Plätze aus den neun Bundesländern präsentiert.

Bei der großen Live-Show – heuer am 26. Oktober um 20.15 Uhr in ORF 2 – rühren die aus jeweils einem „Bundesland heute“-Moderator und einem Prominenten gebildeten Bundesländerpärchen die Werbetrommel für „ihren“ Kandidaten, und am Ende kürt dann das Publikum den schönsten Platz Österreichs. Im Vorjahr ging für die Steiermark der Eory-Kogel ins Rennen, und auch heuer wurde mit der Riegersburg ein würdiger steirischer Vertreter gefunden.

Wo Ritter und Hexen lebendig werden

Die Riegersburg gilt als größte Burg der Steiermark und zählt zu den eindrucksvollsten Ausflugszielen des Landes. Ihre mächtigen Mauern, Bastionen und Tore schmiegen sich an den Felsen, als wären sie aus ihm gewachsen, der Rundumblick von oben ist spektakulär. Schon anno dazumal zählte sie zu den stärksten Festungen des Abendlandes. Ihre einzigartige Lage und die imposante Befestigungsanlage machten sie zu einem Bollwerk, das jedem Angreifer trotzte und bis heute Bewunderung hervorruft.

Die Riegersburg
ORF/Schöttl

Drei Museen führen in vergangene Zeiten

Auf der Riegersburg wird diese Geschichte lebendig. In ihren drei Museen taucht man ein in vergangene Jahrhunderte, erfährt vom Leben auf der Burg, von Macht, Glauben und Alltag. Prunkvolle Räume erzählen von adeliger Wohnkultur, während andere Bereiche dunklere Kapitel beleuchten.

Im eigenen Hexenmuseum geht es um Aberglauben, Prozesse und Schicksale, die tief in der regionalen Geschichte verwurzelt sind. Die Ausstellung beleuchtet insbesondere den Großen Feldbacher Hexenprozess (1673–1675), bei dem fast 100 Menschen gefoltert und hingerichtet wurden. Zu den bekanntesten Opfern zählte Katharina Paldauf, die Frau des damaligen Burgverwalters, besser bekannt als die Riegersburger Blumenhexe. Die modern gestaltete Schau basiert auf der extrem erfolgreichen Steirischen Landesausstellung „Hexen und Zauberer“ von 1987.

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Die Riegersburg
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Die Riegersburg
Die Riegersburg
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Die Riegersburg

Das Waffenmuseum wiederum zeigt eine umfangreiche historische Waffensammlung aus dem ehemaligen Burgzeughaus. Da die Festung im 17. Jahrhundert als „stärkste Festung der Christenheit“ galt, liegt das Hauptaugenmerk der Ausstellung auf dieser Epoche: Die thematischen Schwerpunkte sind Waffen für den Kampf, für die Jagd sowie für Prunk und Vergnügen. Das Spannende für Besucherinnen und Besucher: Das Berühren von ausgewählten Objekten und das Hantieren damit ist ausdrücklich erwünscht!

Moderne Burgherrin

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Riegersburg im Jahr 1128 unter dem Namen „Ruotkerspurch“, abgeleitet vom damaligen Besitzer Rüdiger. Eine ihrer prägendsten und wohl auch bekanntesten Gestalten war Freifrau Elisabeth Katharina Wechsler, bekannt als die „Gallerin“.

Als resolute Burgherrin ging sie auch als „Schlimme Liesl“ in die Landesgeschichte ein, weil sie keinerlei Auseinandersetzung scheute und zahlreiche Prozesse führte. Sie überließ die Befehlsgewalt und Führung der Herrschaft Riegersburg nicht ihrem Gemahl, wie es sich damals geziemte, sondern lebte ihre Baulust aus und verlieh im Wesentlichen der ausgedehnten Festungsanlage ihre heutige Gestalt. Unerschrocken, streitbar und voller Tatendrang war die „Gallerin“ eine moderne Frau im Mittelalter.

Greifvogel-Schau und Klettersteig

1972 zogen Friedrich und Annemarie Liechtenstein als erste Besitzer auf die Burg und legten den Grundstein für ihre touristische Nutzung; seit 2009 kümmert sich Emanuel Liechtenstein mit seiner Familie um den Erhalt dieses steirischen Juwels. Die Familie Liechtenstein war es auch, die ein weiteres Highlight schuf: die Greifvogelwarte. Hoch über dem Land ziehen Adler, Falken und Eulen ihre Kreise, während sie bei eindrucksvollen Flugvorführungen ihre Eleganz und Kraft zeigen.

Die Riegersburg
ORF/Schöttl

Direkt am Vulkanfelsen laden zudem die einzigen Klettersteige der Oststeiermark zu sportlichen Abenteuern ein. Burgtaverne, Erlebnisführungen, Angebote für Kinder und ein Spielplatz machen die Riegersburg zu einem Ort, an dem Geschichte, Natur und Gegenwart auf einzigartige Weise verschmelzen.

Die Burg erklimmen

Heute ist der Weg hinauf zur Burg deutlich bequemer als einst im Mittelalter, doch der Aufstieg bleibt ein abenteuerliches Erlebnis. Ob man mit dem modernen Schrägaufzug, der seit 2003 den Felsen hinaufgleitet, zu Fuß entlang des historischen Weges oder über den Klettersteig den Gipfel erklimmt – jede Variante eröffnet neue Perspektiven und lässt die Vorfreude wachsen. Wie auch immer man sich der Burg nähert, der Moment, in dem man das Tor passiert, ist von besonderer Magie erfüllt.

TV-Tipp:

„9 Plätze – 9 Schätze“, am 26. Oktober um 20.15 Uhr in ORF 2 – mehr dazu in tv.ORF.at

„9 Plätze – 9 Schätze“: Die Show

Ob die Riegersburg auch der schönste Platz Österreichs wird, das entscheidet sich in der großen ORF-Hauptabendshow „9 Plätze – 9 Schätze“ am 26. Oktober um 20.15 Uhr in ORF 2. Die acht weiteren Finalisten sind:

  • Burgenland: Brücke von Andau
  • Kärnten: Griffner Schlossberg
  • Niederösterreich: Rax-Seilbahn
  • Oberösterreich: Hutterer Böden
  • Salzburg: Friedenskirche Hochgründeck
  • Tirol: Festung Kufstein
  • Vorarlberg: Tilisuna
  • Wien: Türkenschanzpark

Moderiert wird die Sendung von Armin Assinger und Barbara Karlich gemeinsam mit den Moderatorinnen und Moderatoren der neun ORF-Landesstudios und zahlreichen Prominenten aus den Bundesländern Österreichs. Das steirische Team bilden Conny Hütter und Renate Rosbaud.

„9 Plätze – 9 Schätze“: Das Buch

Zum besseren Kennenlernen der 27 besonderen Plätze aller neun Bundesländer, zum Nachlesen, vielleicht auch als Reiseanregung erscheint jedes Jahr – so auch heuer – ein prächtiges Buch, das mit einladenden Fotos und interessanten Details begeistert und zusätzlich um Besuchsinformationen ergänzt ist. So entsteht eine einmalige Reise zu Österreichs versteckten Kostbarkeiten mit viel Hintergrundwissen, die Lust macht, das eigene Land wieder mal neu zu entdecken.

TV-Tipp:

„Heimat großer Töchter und Söhne“, am 26. Oktober um 23.00 Uhr in ORF 2 – mehr dazu in tv.ORF.at

„Heimat großer Töchter und Söhne“

Gleich nach „9 Plätze – 9 Schätze“ folgt am Nationalfeiertag „Heimat großer Töchter und Söhne“. „Steiermark heute“-Moderatorin Kathrin Ficzko und ihr niederösterreichischer Kollege Thomas Birgfellner stellen dabei neun Österreicherinnen und Österreicher vor, die Besonderes geleistet haben und leisten, österreichweit dennoch weitgehend unbekannt geblieben sind.

Für die Steiermark wird das Team „Löwenmut“ porträtiert: Von Sabrina Deutschmann vor vier Jahren gegründet, umfasst es mittlerweile ein Team aus 100 Trainerinnen und Trainern. „Löwenmut“ bietet für Kinder, Jugendliche und Eltern Trainings und Workshops mit dem Schwerpunkt Mobbingprävention an: Dabei geht es darum, Kinder und Jugendliche zu stärken, ihre Individualität zu fördern und ihnen Mut zu machen, um selbstbewusst auftreten zu können; sie lernen, selbst Grenzen zu setzen und Mobbing und Ausgrenzung klar zu begegnen.