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Volles Leben

Schon jetzt ans Zeckenimpfen denken!

Im Frühling haben die Zecken wieder Saison. Den einzig wirksamen Schutz gegen die FSME-Erkrankung bietet die Zeckenschutzimpfung und an die sollte man schon jetzt denken. Alle Infos hat „Radio Wien“ – Apothekerin Elisabeth Sommer.

Die Zeckenimpfung bietet den einzig wirksamen Schutz gegen Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME), eine Viruserkrankung des Gehirns, die durch Zecken übertragen wird.

Für den richtigen Zeitpunkt der Impfung gibt es eine neue Empfehlung, weil sich in den letzten Jahren der Beginn der FSME-Saison auf März/April vor verlagert hat. Daher sollen sowohl die ersten 2 Impfungen (beim Schnellimmunisierungsschema mit Encepur die ersten 3 Impfungen) der Grundimmunisierung als auch alle weiteren Impfungen (insbesondere auch überfällige Impfungen!) VOR Beginn der Zeckensaison im Jänner/Februar erfolgen.

Drei Teilimpfungen und Auffrischung

Die Grundimmunisierung erfolgt durch drei Teilimpfungen und anschließend sollte alle 5 Jahre aufgefrischt werden, bei Personen über 60 Jahre ist die Auffrischung alle drei Jahre empfohlen.

Sendungshinweis

„Gut gelaunt in den Tag“, 3. Februar 2026

Postexpositionelle FSME-Prophylaxe kommt zum Tragen, wenn eine Person grundsätzlich gegen Zecken geimpft ist, die Impfung jedoch laut Impfschema fällig oder überfällig ist, oder wenn die betroffene Person noch nie gegen FSME geimpft wurde. Dann sollte im Falle eines Zeckenbisses eine FSME-Impfung so rasch wie möglich verabreicht werden. Wenn ein Zeckenbiss nach der 1. Dosis erfolgt ist, sollte in das Schnellimmunisierungs-Schema gewechselt werden.

Auch wenn man die FSME-Impfung schemagerecht erhalten hat, sollte man einen Zeckenbiss weiter beobachten, denn Zecken können auch Borreliose übertragen. Borreliose ist aber keine Viruserkrankung, sondern eine bakterielle Erkrankung, das heißt: hier wirkt die Zeckenimpfung nicht, Borreliose kann sehr gut mit Antibiotika behandelt werden.

Schild in Wiese mit Beschriftung Achtung Zecken
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Borreliose rechtzeitig erkennen

Wichtig ist, dass man das Krankheitsbild der Borreliose rechtzeitig erkennt. Typisch bei einer Borreliose-Infektion ist ein roter Fleck, der sich rund um den Zeckenbiss bildet und der dann von innen her nach außen verblasst. Nur ein roter Ring bleibt zurück und bei diesem Anzeichen sollte man sofort einen Arzt aufsuchen.

Zecken richtig entfernen

Zecken halten sich am liebsten auf Bäumen, in Sträuchern und in hohen Grasflächen auf, daher gilt: Nach jedem Aufenthalt im Freien den Körper auf Zeckenbefall untersuchen!

Wenn man eine Zecke am Körper entdeckt, sollte diese umgehend entfernt werden. Wichtig ist, dass man nicht mit Öl oder Klebstoff hantiert, hier kann sich die Gefahr einer Übertragung von Viren oder Bakterien erhöhen. Es gibt hierzu eigene Pinzetten, sogenannte Zeckenzangen, mit der man den Zeck möglichst nahe an der Haut anfasst und herauszieht. Wichtig: Die Bissstelle muss danach desinfiziert werden.