Sonnenallergie ist ein Sammelbegriff für verschiedene durch UV-Licht ausgelöste Hauterkrankungen. Die häufigste Art ist die polymorphe Lichtdermatose.
Polymorphe Lichtdermatose
Sie ist gekennzeichnet durch entzündete, gerötete, stark juckende Knötchen, Bläschen und Pusteln, die lokalisiert sind im Bereich des Dekolletes, an den Streckseiten der Ober- und Unterarme sowie an den Unterschenkeln und am Fußrücken und verzögert auftreten, meist Stunden bis Tage nach der Sonnenexposition.
Die Ursache wird vermutet in einer fehlgeleiteten Immunantwort der Hautzellen auf oxidativen Stress, bedingt u.a. durch die Entstehung von freien Radikalen durch UV-Licht. Dabei zeigt sich ein gewisser Toleranzeffekt, d.h. die Schübe werden im Verlauf der Saison milder, und die Läsionen heilen im Winter narbenlos ab.
Sendungshinweis
„Gut gelaunt in den Tag“, 7. Juli 2026
Frauen sind zwei- bis dreimal so häufig betroffen wie Männer und es gibt eine familiäre Disposition. Oft tritt das Phänomen zwischen dem 20. Und 30. Lebensjahr auf und gibt sich nach dem 60. Geburtstag von selbst wieder.
Wie kann man sich schützen?
Am besten, indem man Sonnenbestrahlung überhaupt vermeidet durch entsprechende Kleidung. Weil das UV-Licht aber auch positive gesundheitliche Effekt hat, sollte man auf der unbedeckten Haut ein gutes Sonnenschutzpräparat benutzen, das vor allem auch den UVA-Bereich abdecken muss, da diese langwelligen Strahlen überwiegend Auslöser für die Polymorphe Lichtdermatose sind.
Vorbeugend kann man 1-2 Wochen vor Urlaubsbeginn mit der Einnahme von Antioxidatien beginnen, also Vitamin E, Vitamin C und Betacarotin, so kann man die Haut auf die Sonne vorbereiten.
Sonderform: Die Mallorca-Akne
Hier zeigen sich pickelartige, juckende Knötchen auf Dekollete, Armen, Brust und Rücken.
Man vermutet bei der Mallorca-Akne einen Zusammenhang zwischen UV-Strahlung und bestimmten Inhaltsstoffen von Hautpflegeprodukten und Sonnenschutzmitteln, nämlich fetthaltigen Emulsionsgrundlagen oder Emulgatoren. Wenn man also diese Symptome kennt, ist es ratsam, bei fett- und emulgatorfreie Produkte zu verwenden, zB. Sonnenschutzgels oder -fluids.
Arzneimittel und Lichtempfindlichkeit
Wichtig ist auch noch zu wissen, dass manche Arzneimittel die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen können. Dazu zählen zB. Johanniskraut, das Antibiotikum Doxycyclin oder das Entwässerungsmittel Hydrochlorothiazid, das auch oft in Kombinations-Präparaten gegen hohen Blutdruck enthalten ist.