Der Salbei blüht von Mai bis Juli, mit seinen charakteristischen, violetten, kerzenartig geformten Blütenständen. Allerdings werden nur die Blätter als Gewürz und auch als Arzneidroge verwendet. Sie haben eine längliche Form und eine weiß-filzige Behaarung. Die Blätter des Salbeis enthalten ätherisches Öl, Bitterstoffe und Gerbstoffe. Dementsprechend vielfältig sind die Einsatzmöglichkeiten in der Therapie.
Sendungshinweis
„Gut gelaunt in den Tag“, 16. Juni 2026
Salbei bei Entzündungen in Mund und Rachen
Das ätherische Öl hat eine antibakterielle und antivirale Wirkung, die Gerbstoffe wirken adstringierend, das heißt zusammenziehend und fördern den Heilungsprozess. Daher wird Salbei oft bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum verwendet, in Form von Tinktur zum Pinseln oder Gurgeln. Es gibt auch Rachensprays, die Salbei enthalten, diese sind besonders gut für Kinder geeignet.
Salbeitee bei Magenbeschwerden
Die Bitterstoffe im Salbei helfen bei Magen- Darmproblemen, hier tut eine Tasse Salbeitee gut. Salbeitee wird wie ebenso wie andere Arzneidrogen, die ätherisches Öl enthalten, als Aufguß mit kochendem Wasser zubereitet. Zudecken ist während der Ziehzeit wichtig, damit die ätherischen Öle nicht vorzeitig entweichen.
Salbeitee beim Abstillen
Interessant ist beim Salbei auch eine sekretionshemmende Wirkung:
Das hat beispielweise Einfluss auf die Milchdrüsen, daher wird er auch gerne unterstützend beim Abstillen verwendet. Dazu trinkt die Stillende Salbeitee in kleinen Schlucken über den Tag verteilt und die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten werden immer mehr verlängert.
Salbei gegen Schwitzen
Aber auch die Schweißsekretion wird durch Salbei gehemmt. Bei Hitze im Sommer oder auch bei Hitzewallungen ist es daher günstig Salbei einzunehmen. Weil hier eine höhere Wirkstoffkonzentration nötig ist, wählt man dafür am besten Kapseln mit Salbeiextrakt.