Die Ausbildungspflicht bis 18 ist ein integraler Bestandteil des österreichischen Bildungssystems. Sie zielt darauf ab, dass alle Jugendlichen eine über die Pflichtschule hinausgehende Ausbildung absolvieren, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Die Wichtigkeit dieser Maßnahme wird besonders deutlich durch die Tatsache, dass Menschen mit maximal einem Pflichtschulabschluss am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen sind.
Sendungshinweis:
„Gut Gelaunt in den Tag“, 16.4. 2026
Jugendliche in Österreich können zwischen verschiedenen Weiterbildungsoptionen wählen. Dazu gehören weiterführende Schulen wie HTL und Handelsakademien, Lehrstellen sowie überbetriebliche Ausbildungen. Auch sogenannte Ausbildungs-Fitprojekte werden angeboten, die sich speziell an Jugendliche wenden, die nach der Schulpflicht zusätzliche Unterstützung benötigen.
AK-Beratungstag im Mai
Ein entscheidender Aspekt der Ausbildungspflicht ist die umfassende Beratung. Am 12. Mai veranstaltet das Bildungszentrum der Arbeiterkammer Wien einen Beratungstag, bei dem Eltern und ihre Kinder sich über verschiedene Ausbildungswege informieren können. Vor Ort sind unter anderem Vertreterinnen des Jugendcoachings, die individuell beraten. ‚Es ist uns wichtig, alle Jugendlichen zu erreichen und dabei unterstützen zu können‘, so eine Sprecherin der Arbeiterkammer.
Eltern und Jugendliche können sich auch über den Beratungstag hinaus an die Koordinierungsstelle KOST wenden. Diese bietet weiterführende Informationen zur Erfüllung der Ausbildungspflicht an. Durch diese Maßnahmen wird versucht, den Einstieg ins Berufsleben nachhaltig zu sichern und den Anforderungen des sich schnell verändernden Arbeitsmarkts gerecht zu werden.