Ein blühender Diptam (Dictamnus albus)
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Radio Wien Pflanzentipp

Trockenheit im Garten

Im heurigen meteorologischen Frühling gab es so wenig Niederschlag wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 169 Jahren. Es wird daher immer wichtiger, auch im Garten mit einer geschickten Planung mit Hitze und Trockenheit umzugehen. Wie das geht, verrät Radio Wien-Pflanzenexperte Karl Ploberger.

Sendungshinweis

„Gut gelaunt in den Tag“, 10. Juli 2026

Die richtige Bewässerung, den Boden vor dem Austrocknen schützen, trockenheitsverträgliche Pflanzen auswählen und Bäume als Schattenspender setzen, mit diesen Maßnahmen kann der Garten vor Trockenheit geschützt werden.

• Bewässerung optimieren: Die Pflanzen gezielt in den frühen Morgenstunden oder am Abend gießen, wenn die Sonne nicht mehr so stark scheint. So verdunstet das Wasser langsamer und die Pflanzen können es besser aufnehmen. Besonders Kübelpflanzen benötigen in Hitzeperioden täglich Wasser. Ideal ist kalkarmes, zimmerwarmes Wasser, da es besser verträglich ist und die Wurzeln schont.

• Hitze- und Trockenheitsverträgliche Pflanzen auswählen: Man sollte sich für robuste Arten wie Lavendel, Sonnenblumen, Ziergräser oder mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Thymian entscheiden. Diese Pflanzen sind an trockenes Klima angepasst, benötigen wenig Wasser und bringen gleichzeitig Farbe und Duft in Ihren Garten oder auf den Balkon. Ploberger’s Tipp: Diptam, eine absolut trockenheitsverträgliche Staude.

• Boden und Kübel vorbereiten: Die Beete oder die Erde in den Pflanzkübeln mit Rindenmulch, Holzspänen oder Kokosfasern bedecken. Die Mulchschicht hält die Feuchtigkeit länger im Boden, schützt die Wurzeln vor Hitze und verhindert das schnelle Austrocknen – gerade auf Balkonen mit direkter Sonneneinstrahlung besonders sinnvoll. Ploberger’s Tipp: er mischt Zeolith in die Erde, dieser Stoff verhindert Staunässe und dient als Wasserspeicher.

• Schattenspender schaffen: Für schattige Bereiche sorgen, indem große Pflanzen oder Bäume als natürliche Schattenspender genutzt werden. So werden empfindliche Pflanzen vor direkter Sonne geschützt und Sonnenbrand an Blättern verhindert. Auch Balkonkästen können mit kleinen Sichtschutzwänden oder Rankpflanzen vor Hitze geschützt werden.

• Mikroklima verbessern: Wasserstellen wie kleine Teiche, Wasserspiele oder gefüllte Schalen für Vögel und Insekten platzieren. Wasser verdunstet und erhöht die Luftfeuchtigkeit im Umfeld – das sorgt für ein angenehmeres Mikroklima und hilft den Pflanzen, auch längere Trockenperioden besser zu überstehen. Sukkulenten und Kräuter profitieren besonders von solchen Bedingungen.