Eine Betrugs-SMS, die anfängt mit „Hallo Papa, das ist meine neue Nummer“
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Rufnummernmissbrauch

RTR verzeichnet Anstieg bei Betrugs-SMS

Die Rundfunk- und Telekomregulierungsbehörde (RTR) hat am heutigen Safer Internet Day vor Betrugs-SMS gewarnt. Heuer hat es allein im Jänner schon fast 1.700 Beschwerden bei der RTR gegeben, gut dreimal so viele wie im selben Zeitraum im Vorjahr.

Die Betrugsversuche werden dank künstlicher Intelligenz (KI) immer perfekter. Die Zeiten, in denen man betrügerische SMS und WhatsApp-Nachrichten an Rechtschreib- bzw. Formulierungsfehlern erkennen konnte, sind vorbei. „Dort, wo fortschrittliche digitale Technologien zum Einsatz kommen, lauern auch Risiken wie beispielsweise Meldungen über Betrugsversuche mittels Anrufen oder SMS zeigen“, sagte RTR-Geschäftsführer Klaus M. Steinmaurer.

Zufall als Helfer für Betrüger

Opfer könne jeder werden, der Faktor Zufall sei oft ein williger Helfer der Betrüger. Wer zum Beispiel gerade seine Bankomatkarte verloren hat, würde auf eine vermeintliche SMS seiner Bank eher reagieren, betonte die RTR. Auf Platz eins der Betrugsversuche mit Textnachrichten sind nach wie vor die berühmt-berüchtigte Tochter und der Sohn mit neuem Handy und neuer Nummer.

Dahinter stecken meist international agierende Netzwerke, so die RTR, gegen die es in der Regel keine Handhabe gibt. „Die besten Schutzmaßnahmen sind eine große Portion Vorsicht und Plausibilitätschecks, wenn Anrufe, SMS oder Chatnachrichten verdächtig erscheinen.“ Im Vorjahr wurden der RTR insgesamt 31.888 Beschwerden zu Betrugsversuchen gemeldet.