Die groß angelegte und realitätsnah konzipierte Übung hatte am 9. Februar in Brüssel begonnen und sich über mehrere Länder ausgedehnt. In Österreich fand mit dem Zugriff das große Abschlussszenario statt. Ungarische, slowakische und österreichische Einheiten sollten einen von einer international agierenden Tätergruppe geplanten Anschlag auf ein Öllager verhindern. An der Vorbereitung und Umsetzung der Übung waren 120 Kräfte des Einsatzkommandos Cobra und dutzende internationale Kräfte beteiligt.
Wichtige grenzübergreifende Kooperation
Organisierte Kriminelle und Terroristen würden vor Staatsgrenzen keinen Halt machen, sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP). Die Übung habe gezeigt, "wie wichtig es daher ist, dass auch die Polizei über Ländergrenzen hinweg professionell zusammenarbeitet“. Die Übung fand im Rahmen der 2008 begründeten ATLAS-Kooperation statt. Jedem EU-Mitgliedsstaat steht es demnach frei, eine Spezialeinheit der Polizei zu entsenden, um Krisensituationen zu bewältigen.
Die Finanzierung der in Österreich stattfindenden ATLAS-Übung wurde durch Europol-Fördermittel ermöglicht. Insgesamt wurden 22.550 Euro zur Übungsdurchführung zur Verfügung gestellt, die vor allem zur Kostendeckung für Treibstoff, Unterkünfte und Verpflegung dienten.