Die Lage in Österreich wird laut Innenministerium laufend beurteilt. Einem Sprecher der Wiener Polizei zufolge gibt es neben der verstärkten Überwachung auch „nicht sichtbare zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen“ und die Landespolizeidirektion steht auch in regelmäßigem Austausch mit dem Verfassungsschutz.
Bereits am Sonntag ist es in der Wiener Innenstadt zu einer Demonstration „zur Unterstützung der Revolution im Iran“ gekommen. Diese Kundgebung verlief laut Polizei „friedlich und ruhig“. Auch in den kommenden Tagen erwartet die Polizei in der Stadt weitere Versammlungen. Man sei im Umgang damit „langjährig erfahren und äußerst routiniert“, so ein Polizeisprecher.
Kultusgemeinde trifft selbst Maßnahmen
Neben der Überwachung von jüdischen Einrichtungen durch die Polizei wird auch die Israelitische Kultusgemeinde Maßnahmen treffen. Diese gelten seit Samstagfrüh, seien sichtbar und auch nicht sichtbar, wie es hieß – und erfolgen in Zusammenarbeit mit der Polizei.
„Die militärischen Operationen der USA und Israels richteten sich nicht gegen das iranische Volk – im Gegenteil: Sie richten sich gegen eine Führung, die in den letzten Wochen Zehntausende ihrer eigenen Bürger ermordet hat und die zivile Ziele in Israel und vielen weiteren Staaten der Region mit Raketen beschießt“, hieß es am Montag in einer Stellungnahme von Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, „wichtig ist, dass es zur Stunde keine konkreten Gefährdungsmeldungen für Österreich gibt. Aber wir wissen allzu gut, dass die Bedrohung durch das Mullah-Regime weit über die Region hinaus reicht. “