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Gesundheit

Rückgang bei stationären Adipositas-Patienten

Am heutigen Welt-Adipositastag machen zahlreiche Organisationen auf die Folgen dieser chronischen Fettleibigkeit aufmerksam. In den Spitälern des Wiener Gesundheitsverbunds ist die Zahl der stationären Aufnahmen im Vorjahr zurückgegangen. Doch bei den behandelten Personen gab es ein deutliches Plus.

In den städtischen Spitälern sind 2025 sieben Prozent weniger Patientinnen und Patienten wegen Adipositas stationär aufgenommen worden als im Jahr davor. 430 wurden mit der Hauptdiagnose Adipositas aufgenommen. Es sind vor allem moderne Medikamente, die zur Behandlung eingesetzt werden, Stichwort: Abnehmspritze.

Fast 10.000 ambulante Behandlungen

Die Zahl der ambulant behandelten Patientinnen und Patienten mit Adipositas nimmt jedoch trotzdem kontinuierlich zu. Im Vorjahr behandelte der Wiener Gesundheitsverbund 9.970 Personen mit Adipositas. Das ist mehr als eine Vervierfachung im Vergleich zu 2024, als 2.300 Personen behandelt wurden. Der Grund ist aber ein statistischer: Die Definition wurde gesetzlich neu geregelt.

Grundsätzlich gilt eine Person als adipös, wenn sie einen Body-Mass-Index (BMI) von über 30 hat. Der BMI wird berechnet als Verhältnis des Körpergewichts zur Körpergröße. Diese Definition wird aber von Expertinnen und Experten kritisiert – mehr dazu in Neue Kritik am Body Mass Index (science.ORF.at). Es kommt auch auf das Verhältnis von Muskelmasse zu Fettgewebe an.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen für Adipositas sind vielfältig. Dazu gehören neben einer dauerhaft zu hohen Kalorienzufuhr und Bewegungsmangel oft auch ein hormonelles Ungleichgewicht, eine schlechte genetische Veranlagung, chronischer Stress oder auch psychische Ursachen. Zu den Folgen von Adipositas zählen hauptsächlich Herz-Kreislauf-Probleme, Bluthochdruck und Gelenkschmerzen. Behandlungseinrichtungen gibt es an zahlreichen Wiener Spitälern wie dem AKH oder der Klinik Landstraße.