Seit Mitte Mai dürfen Mieterinnen und Mieter in Gemeindebauten unter bestimmten Voraussetzungen Split-Klimaanlagen installieren. Dafür ist eine Genehmigung von Wiener Wohnen erforderlich. Die neue Regelung war als Reaktion auf die zunehmende Belastung durch Hitzeperioden angekündigt worden.
122 Anfragen in einem Monat
Rund einen Monat nach Inkrafttreten der neuen Regelung zieht Wiener Wohnen auf Anfrage von wien.ORF.at eine erste Bilanz. Demnach gingen bisher rund 122 Anfragen beziehungsweise erste Ansuchen zur Installation von Klimaanlagen ein. Bislang wurden 20 Klimaanlagen genehmigt, rund 80 Ansuchen befinden sich derzeit in Bearbeitung.
Zwischen einer ersten Anfrage und einem formalen Antrag gebe es allerdings einen Unterschied, betont Wiener Wohnen. Ein offizieller Antrag liegt erst vor, wenn alle erforderlichen Unterlagen übermittelt wurden. Dafür müssen Antragstellerinnen und Antragsteller gemeinsam mit einer Fachfirma ein Merkblatt ausfüllen, das die technischen, baulichen und rechtlichen Voraussetzungen enthält.
Abgelehnt wurden bislang lediglich zwei Ansuchen. In einem Fall stand eine Sanierung der Wohnhausanlage bevor, im anderen wurden technische Vorgaben nicht eingehalten. In rund 130 Fällen wurde das Merkblatt laut Wiener Wohnen bereits an Interessierte übermittelt. Die vollständigen Unterlagen für einen formalen Antrag liegen dort allerdings noch nicht vor, weshalb diese Fälle noch nicht geprüft werden konnten.
Bearbeitung innerhalb von drei Wochen
Wie lange ein Antrag bearbeitet wird, hängt laut Wiener Wohnen vor allem davon ab, ob alle Unterlagen vollständig vorliegen. Zusätzliche Abstimmungen, etwa mit der Magistratsabteilung 19 oder dem Bundesdenkmalamt, können das Verfahren verlängern. Intern sei für die Bearbeitung eine maximale Dauer von 21 Tagen vorgesehen, die häufig auch unterschritten werde, heißt es.
Besonders viele Anfragen aus Donaustadt und Floridsdorf
Die meisten Rückmeldungen kommen derzeit aus den Flächenbezirken. Besonders viele Anfragen verzeichnet Wiener Wohnen in der Donaustadt und in Floridsdorf. Dahinter folgen unter anderem die Bezirke Landstraße, Leopoldstadt, Favoriten und Liesing. Das entspreche auch der Verteilung der Gemeindebauten.
Das erste Fazit nach einem Monat falle positiv aus, teilte Wiener Wohnen mit. Das neue Angebot werde gut angenommen. Gleichzeitig zeige sich, dass der geregelte Ablauf von der Planung bis zur vollständigen Antragstellung ein kontinuierliches und gut bewältigbares Antragsaufkommen ermögliche.