Blick auf Radio-Wien-Festbühne beim Donauinselfest 2024
APA/Florian Wieser
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Sicherheitskonzept

Drohnen und blaue Lichter für Donauinselfest

Für das diesjährige Donauinselfest gibt es wieder ein umfassendes Sicherheitskonzept. Das Areal wird beispielsweise mit zahlreichen Kameras und Drohnen überwacht. Erstmals werden die Polizistinnen und Polizisten mit blauen Schulterlichtern sichtbarer gemacht.

Durch die Lichter, die an der Schulter an der Uniform platziert werden, sollen die Polizistinnen und Polizisten auch im Gedränge oder bei Dunkelheit rasch erkennbar sein. Dieses Konzept wurde bereits beim Song Contest erprobt. Mehrere hundert Beamtinnen und Beamte werden auf dem Gelände sein. Über eine genaue Zahl hielt sich Polizei-Einsatzkommandant Michael Holzgruber bei der Pressepräsentation am Dienstag bedeckt.

Neben uniformierten Kräften werden sich auch Beamtinnen und Beamte in Zivil unter die Leute mischen. „Es wird Einsatzkompanien geben, Streifengruppen, aber auch kleine Teams mit den Drohnen, das Einsatzkommando Cobra und auch Besatzungen von Polizeibooten“, so Holzgruber. Schwerpunkt werden heuer die Zutrittskontrollen sein, die Lenkung der Personenströme und die Verhinderung von Belästigungen.

Beamte in einem Polizeibus
APA/Barbara Lorencz
Die Polizei ist mit zahlreichen Kräften auf dem Areal präsent

40 Kameras und drei Drohnenteams

Es gibt ein Videoüberwachungskonzept mit mehr als 40 Kameras des Veranstalters und der Polizei. Die Bilder werden in die Sicherheitszentrale nahe der Floridsdorfer Brücke geleitet, um dort die entsprechenden Maßnahmen zu treffen. Auch die Aufnahmen von drei Drohnenteams werden dorthin übertragen. „Wir können jeden Winkel heranzoomen“, sagte Holzgruber.

Das gesamte Gelände wird im Vorfeld von sprengstoffkundigen Organen durchsucht. „Das Donauinselfest ist eine friedliche Veranstaltung, aber wir bereiten uns auf alle denkbaren Szenarien vor“, sagte der Oberst. „Es gibt keine Hinweise auf eine Gefährdung. Aber Sie wissen, die allgemeine Risikolage in Österreich ist derzeit hoch, das betrifft insbesondere auch islamistischen Terrorismus und Extremismus“, so Holzgruber.

Sicherheitskonzept: Drohnen und blaue Lichter für Donauinselfest

Für das diesjährige Donauinselfest gibt es wieder ein umfassendes Sicherheitskonzept. Das Areal wird beispielsweise mit zahlreichen Kameras und Drohnen überwacht. Erstmals werden die Polizistinnen und Polizisten mit blauen Schulterlichtern sichtbarer gemacht.

„Wo hunderttausende Menschen zusammenkommen, entstehen besondere Momente. Und unsere Aufgabe als Polizei ist es, die Voraussetzungen zu schaffen, dass diese Momente unbeschwert, sicher und friedlich erlebt werden können“, betonte der Polizei-Einsatzkommandant. Deshalb sollen alle Besucherinnen und Besucher damit rechnen, dass sie beim Zutritt durchsucht werden.

24-köpfiges Awareness-Team am Gelände unterwegs

Wenn Besucherinnen oder Besucher beim Donauinselfest Unterstützung brauchen, finden sie diese laut Event-Projektleiterin Julia Healy bei gekennzeichneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit „Ich bin dein Rettungsanker“-Sticker. Neu ist ein 24-köpfiges Awareness-Team mit magentafarbenen Kappen mit der Aufschrift „#dif Für Dich Da“.

Hilfe und Ruhe gibt es auch in den vier Magenta Safe Zones, die erstmals vom Wiener Awareness-Kollektiv AwA* betreut werden. An jedem Gastrostand kann zudem das Codewort „Angel Shot“ genannt werden, um diskret Hilfe zu bekommen. Die Festivalseelsorge der Erzdiözese Wien und die Suchtberatungsstelle checkit! unterstützen das Angebot.

Healy betonte, dass etwa gefährliche Gegenstände wie Messer, Schirme oder Pyrotechnik am Gelände verboten sind. Taschen und Rucksäcke dürfen bis A3-Größe mitgebracht werden. Erlaubt sind auch nur nicht-alkoholische Getränke in Behältnissen bis 0,5 Liter. Zahlreiche kostenfreie Wasserspender stehen zur Verfügung. Fahrräder und E-Scooter müssen außerhalb bei überwachten Radgaragen geparkt werden.

Verkehrskonzept wegen S-Bahn-Sperre

Da das Donauinselfest am ersten Ferienwochenende stattfindet und da bereits die Stammstrecke der Wiener S-Bahn gesperrt ist, wurde für den Festival-Samstag und -Sonntag gemeinsam mit Wiener Linien und ÖBB ein zusätzliches Verkehrskonzept erarbeitet, erklärte Healy.

In der Nacht auf Samstag wird die S-Bahn noch bis 2.00 Uhr wie gewohnt unterwegs sein. Ab Samstag fahren U6, S45 (Handelskai-Hütteldorf via Heiligenstadt) und Straßenbahnlinie 31 in dichteren Intervallen, die Taktverdichtung der S45 schafft zusätzliche Kapazitäten am Knoten Heiligenstadt (Anschluss U4). Ein Schienenersatzverkehr fährt zudem rund um die Uhr zwischen Floridsdorf – Handelskai – Traisengasse – Praterstern.