Der Protest stand unter dem Motto „Wir kümmern uns um alle – wer kümmert sich um uns?!“. Ziel war es, darauf aufmerksam zu machen, dass das Modell der 24-Stunden-Betreuung auf „(schein)selbstständiger Arbeit“ aufbaue und den Arbeitskräften im Alter keine existenzsichernde Pension gewähre.
„Wir bieten zehntausenden Menschen in Österreich ein Altern in Würde. Doch wir selbst blicken selbst einer Zukunft in Altersarmut entgegen. Wer jahrzehntelang Verantwortung übernimmt, darf im Alter nicht mit einer Pension abgespeist werden, von der man nicht leben kann“, hieß es im Vorfeld der Aktion.
Kurzfristige Maßnahmen für höhere Pensionen
Betreuerinnen und Betreuer würden aufgrund niedriger Honorare nur kleine Pensionsansprüche erwerben. In der Regel würden daraus Pensionen von lediglich rund 100 Euro resultieren. Eine Sprecherin der selbstorganisierten Vertretung von Personenbetreuern und – betreuerinnen „IG24“ sagte zur APA, neben langfristigen tiefgreifenden Reformmaßnahmen müsse es auch kurzfristige Schritte geben, um höhere Pensionen sowie auch eine bessere Absicherung im Krankheitsfall zu bieten.
Sie verwies darauf, dass die bei der Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft (SVS) versicherten Betreuungskräfte erst bei Überschreiten von 42 Tagen Krankenstand eine Unterstützungsleistung erhalten. Diese Frist zu überblicken sei „sehr schwierig“.