Eine Bank im Wielandpark in Favoriten
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Wielandpark

Zwölfjähriger Täter: Enge Betreuung durch MA 11

Nach einer Messerattacke in Wien-Favoriten, bei der ein Zwölfjähriger drei Jugendliche teils schwer verletzt haben soll, bleibt der Jugendliche vorerst bei seiner Mutter. Die Kinder- und Jugendhilfe hat allerdings ein engmaschiges Betreuungsprogramm angeordnet.

Der mutmaßliche Angreifer ist strafunmündig. Nach einer Gefährdungsabklärung hat die Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) jetzt ein Maßnahmenpaket geschnürt. „Die Orientierungshilfe ist ein Buddy-System. Es wird einen Kollegen geben, der mit dem Burschen im Sozialraum unterwegs ist, ihn auch mit der Tat und den Konsequenzen konfrontiert und ihm vor allem auch zeigt, wie man Konflikte löst“, nämlich ohne Gewalt anzuwenden, sagte die Sprecherin der MA 11, Ingrid Pöschmann.

Zusätzlich soll der Jugendliche therapeutisch von der Männerberatung betreut werden. Gemeinsam mit einer Vertrauensperson aus der syrischen Community will die Kinder- und Jugendhilfe außerdem an Werten und gewaltfreier Konfliktlösung arbeiten.

12-jähriger syrischer Messerstecher bleibt bei Mutter

Nach der Messerattacke im Wiener Wielandpark hat die Kinder- und Jugendhilfe ein Maßnahmenpaket für den mittlerweile 13-Jährigen geschnürt. Sie setzt auf engmaschige Betreuung und therapeutische Unterstützung. Der Bub zeigte sich einsichtig und bleibt vorerst bei seiner Mutter. Reichen die Maßnahmen nicht aus, sind auch intensivere Betreuungsformen möglich.

MA 11: Bub „will mit uns zusammenarbeiten“

Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen haben mit der alleinerziehenden Mutter und dem mittlerweile 13-jährigen Buben gesprochen: „Wir haben ihn sehr einsichtig gesehen. Er möchte auf jeden Fall eine positive Entwicklung aufnehmen. Es ist ihm ganz wichtig, hier rauszukommen. Er braucht Ideen, wie er das auch umsetzen kann, und möchte mit uns zusammenarbeiten“, betonte Pöschmann.

Vorerst setzen die Sozialarbeiter auf ambulante Unterstützung. Mehrere Kontakte pro Woche sind geplant. Sollte das nicht ausreichen, wären auch intensivere Maßnahmen bis hin zu einer stationären Unterbringung möglich. „Da haben wir eine Vielfalt der Möglichkeiten von sozialtherapeutischen, sozialpsychiatrischen Wohnplätzen, wo man ganz gezielt auch dann im Wohnsetting mit ihm arbeiten kann.“

Auch der Ort der Tat bleibt im Fokus. Gemeinsam mit Polizei und Parkbetreuung beobachtet die Kinder- und Jugendhilfe die Situation rund um den Wielandpark. Ziel sei es, Konflikte frühzeitig zu erkennen und einzugreifen, bevor sie erneut eskalieren.