Taxis beim Hauptbahnhof
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HAUPTBAHNHOF

Illegale Taxi-Praktiken im Fokus

Wer am Wiener Hauptbahnhof ein Taxi nehmen will, sollte derzeit vorsichtig sein. Immer wieder kommt es zu unerlaubten Praktiken wie illegalen Fixpreisen und verweigerten Fahrten. Da sich die Situation trotz Kontrollen nicht zu verbessern scheint, wird derzeit über weitere Maßnahmen beraten.

Beim Einsteigen ins Taxi taucht plötzlich ein pauschaler Preis auf – oder man muss angeblich ein bestimmtes Taxi nehmen. Wie Beschwerden von Kundinnen und Kunden zeigen, herrschen am Wiener Hauptbahnhof mitunter betrügerische Praktiken, die offenbar unter einigen Taxifahrern auch abgesprochen sind.

All das verstößt klar gegen die gesetzlichen Vorlagen. „Jeder Kunde und jeder Tourist hat das Recht, sich jeden Wagen zu wählen, den er nehmen möchte. Er muss nicht den ersten Wagen aus der Schlange nehmen“, erklärt Eveline Hruza, Sprecherin der Taxi-Vermittlungszentrale 40100 im Interview mit „Wien heute“. „Jeder Kunde hat zudem das Recht, dass die Fahrt per Taxameter abgewickelt wird. Fantasiepreise, die irgendein Lenker vorgibt, sind nicht gestattet.“

Tipps gegen Taxi-„Abzocke“ am Hauptbahnhof

Illegale Fixpreise, verweigerte Fahrten und andere unerlaubte Praktiken sorgen am Taxistandplatz vor dem Hauptbahnhof für Aufregung: Fahrgastrechte werden mitunter missachtet und Kunden mit viel zu hohen Preisen betrogen. Worauf man bei einer Taxifahrt achten muss und wie man sich vor unangenehmen Überraschungen schützt.

Rat: Taxi bestellen statt Standplatz nutzen

Außerdem habe man das Recht auf Zahlung per Karte oder App – und auf eine Rechnung, so Hruza. Erlaubt sind an Ort und Stelle fixierte Pauschalpreise nur, wenn Wien etwa für eine Flughafenfahrt verlassen wird. Fixpreise gibt es auch, wenn das Taxi mit Zieladresse bestellt wird.

Die Praktiken am Hauptbahnhof, wo offenbar vor allem Touristinnen und Touristen gezielt abgezockt werden, sind nicht neu. Viele der Fahrer arbeiten offenbar selbständig und nicht für ein Taxi-Unternehmen, heißt es.

Bei der Vermittlungszentrale 40100 habe es zuletzt keine Fälle gegeben, betont Sprecherin Hruza. Aber: „Das, was wir sehr wohl merken, ist, dass täglich Kunden bei uns anrufen, um sich bei uns auch Tipps und Rat einzuholen, weil ihnen am Hauptbahnhof etwas passiert ist, was nicht hätte passieren dürfen.“ Hruza rät Kundinnen und Kunden in derartigen Fällen, besser ein Taxi zu bestellen – auch wenn ein Taxistandplatz vorhanden ist.

„Es gibt derzeit intensive Gespräche“

Wird ein Taxifahrer bei einer Übertretung erwischt, drohen Strafen zwischen 200 und 7.000 Euro. Im Wiederholungsfall ist der Taxischein weg. Die Strafen und Kontrollen schrecken bisher allerdings anscheinend nicht genug ab.

Daher laufen in der Branche Gespräche über weitere Maßnahmen: „Es gibt derzeit intensive Gespräche, wo mehrere Stakeholder involviert sind“, schildert Hruza. Sobald es zu einer Einigung über Änderungen komme, würden diese bekanntgegeben.

Beschwerden über Taxi-Fahrer sind auch über ein Feedback-Formular bei der Wiener Taxi-Innung bzw. beim betroffenen Taxivermittler möglich. Eine Rechnung und Daten wie das Kennzeichen, der Name des Unternehmens, der Zeitpunkt und die Strecke können beim Überprüfen des Vorfalls helfen.