Graffiti „We’re all in the same boat“ von Banksy
Dominik Gruss
Dominik Gruss
Kunst

150 Banksy-Motive in der Metastadt

Heute beginnt die Ausstellung „The Mystery of Banksy – A Genius Mind“ in der Metastadt. Dort kann man 150 Motive des Street-Art-Künstlers sehen wie den bekannten „Blumenwerfer“ und das „Mädchen mit dem Ballon“.

Die meisten Installationen von Banksy sind nicht mehr frei zugänglich, weil sie entweder zerstört, verkauft oder übersprüht wurden. Daher mussten für die Pop-up-Ausstellung Reproduktionen hergestellt werden. Die ausgestellten Installationen sind nicht von Banksy autorisiert. Kuratiert wird die Ausstellung von der Engländerin Virginia Jean.

Fotostrecke mit 8 Bildern

Das Mädchen mit dem roten herzförmigen Luftballon von Banksy
Cofo Entertainment
Das Bild „Girl with Balloon“ wurde für rund 1,2 Millionen Euro versteigert, bevor es sich durch einen versteckten Schredder im Bilderrahmen teilweise selbst zerstörte
Ein großer roter Elefant mit goldenen Bemalungen
Dominik Gruss
Die Statue bezieht sich auf die Redewendung „Der Elefant im Raum“
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Dominik Gruss
Die Ausstellung findet auf rund 1.700 Quadratmetern statt und ist nur für Wien konzipiert worden
Ein Badezimmer mit vielen schwarzen Mäusen im Banksy Stil
Dominik Gruss
Während des Covid-Lockdowns malte Banksy in seinem Badezimmer mehrere seiner typischen Ratten an Wände, Spiegel und Zahnpastatuben
Ein Graffiti von einem Mädchen mit einem Hula-Hoop in der Ausstellung über Banksy
Dominik Gruss
Die Installation „Hoola Hoop Girl“ tauchte 2020 in Nottingham, England, auf
Eine Person mit schwarzem Hoodie an einem Schreibtisch
Dominik Gruss
Rund 80 Prozent aller ausgestellten Graffiti und Installationen sind mittlerweile im Original kaum oder gar nicht mehr zugänglich
Graffiti „We’re all in the same boat“ von Banksy
Dominik Gruss
Banksy spielt mit dem bekannten Spruch „Wir sitzen alle im selben Boot“
U-Bahn besprüht von Banksy
Dominik Gruss
Banksy machte während der Pandemie auf das Maskentragen aufmerksam

Kunst als politische Botschaft

In seinen Werken setzt sich der Künstler mit politischen Themen wie Krieg, Rassismus, Polizeigewalt, Migration, Kapitalismus, Erderwärmung, Gewalt an Frauen und mit der Covid-Pandemie auseinander. Seit Jahren wird spekuliert, wer hinter dem Pseudonym Banksy steckt. Bis heute ist die Identität des Künstlers nicht offiziell bestätigt.

Veranstaltungshinweis

„House of Banksy“, 23. Oktober 2026 bis 28. Februar 2027, Dr.–Otto-Neurath-Gasse 3, 1220 Wien, mittwochs, donnerstags, sonntags und feiertags 10.00 bis 18.00 Uhr, freitags und samstags 10.00 bis 19.00 Uhr

Eines seiner bekanntesten Werke ist der „Flower Thrower“ aus dem Jahr 2003. Darin zeigt er einen maskierten Demonstranten, der statt eines Steins einen bunten Blumenstrauß wirft. Dadurch wurde es ein Symbol für gewaltlosen Widerstand und Frieden.

Ein weiteres Werk, das auch reproduziert in der Ausstellung zu sehen ist, ist „Girl with Balloon“. Dabei verwendet er eine seiner meistgenutzten Techniken, das Schablonen-Graffito. Es tauchte erstmals 2002 an einer Mauer an der Londoner Waterloo Bridge auf. 2018 sollte dann eine gerahmte Leinwandversion versteigert werden, wurde aber durch einen Schredder im Rahmen zur Hälfte zerschnitten. Als Grund für diese Aktion nannte Banksy die extreme Kommerzialisierung des Kunstmarkts.

Spenden für Seenotrettung

Darüber hinaus gibt es in der Ausstellung einen eigenen Raum, der dem Rettungsschiff „M. V. Louise Michel“ von Banksy gewidmet ist. Das Schiff fährt unter deutscher Flagge und wird von der Berliner Organisation Sea-Watch unterstützt, die Geflüchtete aus Seenot im Mittelmeer rettet. Spenden der Besucher und Besucherinnen werden laut der Website der Veranstalter verdoppelt und gehen zur Gänze an den Betrieb des Schiffes.