Seit den 1970er Jahren werden in Simmering U-Bahn-Wagen für Wien entwickelt und gebaut. Vom ersten „Silberpfeil“ der U-Bahn-Generation U über die V-Wagen bis zum heutigen X-Wagen entstanden dort alle Fahrzeuggenerationen mit Ausnahme jener für die U6.
1.000 Wagen entsprechen insgesamt rund 167 vollständigen U-Bahn-Zügen. Die derzeitige U-Bahn-Generation, der X-Wagen, ist seit 2023 mit Fahrerin oder Fahrer unterwegs und soll künftig auf der neuen Linie U5 auch vollautomatisch fahren. Gefertigt werden die Fahrzeuge aus Aluminium. Der Standort gilt deshalb auch als Kompetenzzentrum für den Leichtbau von Schienenfahrzeugen.
„Wertschöpfung, die im Land bleibt“
Bei der Übergabe am Freitag waren Wiens Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ), die Geschäftsführerinnen der Wiener Linien, Gudrun Senk und Alexandra Reinagl, sowie die Geschäftsführerin von Siemens Mobility Austria, Tanja Kienegger, anwesend. Die neuen Fahrzeuge brächten für die Fahrgäste eine innovative Fahrgastinformation, hohe Barrierefreiheit und eine großzügige Gestaltung, so Reinagl.
Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) hob die industriepolitische Bedeutung des Jubiläums hervor. „Tausend U-Bahn-Wagen, gefertigt in Wien für Wien, stehen für sichere Arbeitsplätze in Österreich und für Wertschöpfung, die im Land bleibt“, sagte Hanke.
London, Sydney und München
Siemens produziert in Simmering außerdem U-Bahn-Züge für Städte wie London, Sydney und München. Ein weiterer Großauftrag wird nach Unternehmensangaben erwartet. In der Vergangenheit wurde am Standort unter anderem Züge für Melbourne, Bangkok, Singapur, Taipeh, Riad, Oslo, Nürnberg und Kuala Lumpur entwickelt und gebaut. Der Standort Simmering ist auch das globale Headquarter für Metros von Siemens. Das bedeutet, dass alle U-Bahn-Projekte von Siemens von Wien aus gemanagt werden.