Gabriel Espinal, ist 28 Jahre alt und in Venezuela geboren. Er lebt und arbeitet als Künstler in Wien. Seit mehr als einem Jahr porträtiert er Menschen in der U-Bahn. „Es für mich ein Weg nicht an meinem Handy zu sein und den Arbeitsweg produktiv zu machen und ich finde auch, es macht natürlich viel Spaß“, sagt er im „Wien heute“-Interview.
240 Fahrgäste hat er schon gemalt. Für ein Porträt braucht er nur wenige Stationen. Sobald er fertig ist oder sein Modell aussteigen möchte, überreicht er seine Kunst – als Geschenk. „Ich suche Menschen, die in ein Handy schauen und sich konzentrieren. Normalerweise sind die Leute, überrascht und erfreut. Manchmal, speziell in Wien, ist es aber auch komisch.“
Reaktionsvideos auf sozialen Medien
Vielleicht auch deshalb, weil Gabriel heimlich mitfilmt, während er zeichnet. Er hält auch fest, wie die Fahrgäste auf das Portrait reagieren – und postet das Video in den sozialen Medien. Allein auf Instagram folgen ihm 34.000 Menschen. Meistens sind die Menschen einverstanden: „Normalerweise, ja. 10 bis vielleicht 30 Personen haben mir geschrieben, Danke für die Geste, kannst du bitte nicht ein Video posten. Aber normalerweise ist es kein Problem.“
Manchmal bekommt der Künstler sogar Fanpost. „Ich habe ein paar Bilder bekommen von Leuten, die haben Zeichnungen an ihre Wand gehängt.“ Der Künstler Gabriel Espinal ist jedenfalls eine von vielen besonderen Begegnungen in der Wiener U-Bahn, die in Erinnerung bleiben.