Türkenschanzpark – Bäume und Teich
Wiener Stadtgärten/Houdek
Wiener Stadtgärten/Houdek
9 Plätze – 9 Schätze

Türkenschanzpark

Der Türkenschanzpark im 18. Bezirk Währing zählt zu Wiens schönsten Parkanlagen. Er wurde 1888 eröffnet und begeistert mit der Kombination aus historischer Parkanlage, romantischer Landschaftsgestaltung und außergewöhnlicher Pflanzenvielfalt. Und: mit seinen zahlreichen Teichen, Wasserfällen, Bächen und Springbrunnen. Ein idyllischer Ort in der Großstadt.

Schon beim Betreten des Türkenschanzparks lässt man den Trubel der Stadt rasch hinter sich. Auf geschwungenen Wegen sehen wir mächtige, alte Bäume, blühende Beete, Teiche und kleine Wasserläufe. Vogelgezwitscher und das Plätschern des Wassers schaffen eine ruhige, fast märchenhafte Atmosphäre. Besonders beeindruckend sind die weitläufigen Wiesen, exotischen Baumarten und die historische Paulinenwarte, die dem Park seinen unverwechselbaren Charme verleihen.

Türkenschanzpark

Vorbild englische und französische Gärten

Hier fühlt sich Wien überraschend grün, still und naturnah an. Der ganze Türkenschanzpark steht unter Denkmalschutz. Und: die 1,5 Kilometer lange kunstvolle Umzäunung des Parks ist das längste und größte Jugendstil-Denkmal Österreichs. Kaiser Franz Joseph höchstpersönlich eröffnete den Park am 30. September 1888. Der Park wurde ab 1885 von Gustav Sennholz im Stil des englischen Landschaftsgartens gestaltet.

Anreise:
Der Türkenschanzpark befindet sich im 18. Bezirk, in der Hasenauerstraße.
Begrenzte Parkmöglichkeiten gibt es rund um den Park. Mehrere Bus- und Straßenbahnlinien führen zum Park, etwa die Straßenbahnlinie 41 (Station „Türkenschanzplatz“), der Parkeingang liegt direkt bei der Haltestelle. Mit der Buslinie 40A bis Borkowskigasse oder Cottagegasse fahren, von dort sind es nur wenige Gehminuten zum Park.

Das Vorbild war die englische Gartenkunst des 18. Jahrhunderts: scheinbar natürliche Hügel, geschwungene Wege, Teiche, Solitärbäume und malerische Ausblicke statt strenger Geometrie. Die Erweiterung von 1908 bis 1910 orientierte sich sogar an einem ganz konkreten Vorbild: dem Parc des Buttes-Chaumont in Paris.

Mit seinen Hügeln, Aussichtspunkten und Wasseranlagen vermittelt der Türkenschanzpark auch bewusst jene romantische Naturstimmung, die Ende des 19. Jahrhunderts auch den Semmering als Sommerfrische so beliebt machte.

Osmanen errichteten Schanze

Der Name Türkenschanzpark geht auf die Türkenschanze zurück – eine Anhöhe, auf der sich während der Wiener Türkenbelagerungen osmanische Truppen verschanzten. Das Wort „Schanze“ bezeichnet eine militärische Erd- oder Feldbefestigung. Schon während der Ersten Wiener Türkenbelagerung 1529 soll der Hügel als Gefechtsstand genutzt worden sein.

Spätestens bei der Zweiten Türkenbelagerung 1683 errichteten die Osmanen dort eine Schanze, um sich gegen das heranrückende Entsatzheer zu verteidigen. Die Schanze selbst existiert nicht mehr. Aber die historische Anhöhe ist heute das Gelände des Parks.

Aussichtswarte mit berühmtem Namen

Im Türkenschanzpark gibt es einige Besonderheiten, die selbst viele Wienerinnen und Wiener nicht kennen. Wie etwa die exotischen Bäume, die ein Geschenk der Fürstin Pauline von Metternich waren. Die Fürstin war eine Enkelin des österreichischen Staatskanzlers Klemens von Metternich, Salonière und Kunstmäzenin, die das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Wien und Paris entscheidend mitprägte.

Sie spendete dem Park zahlreiche seltene Gehölze aus aller Welt. Deshalb sind heute Mammutbäume, Zedern, Ginkgos und andere botanische Raritäten im Park zu sehen – für einen Wiener Stadtpark ungewöhnlich. Als Zeichen des Dankes wurde die Aussichtswarte im Park 1909 nach der Fürstin benannt.

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Türkenschanzpark
Wiener Stadtgärten/Houdek
Türkenschanzpark – Bäume und Teich
Wiener Stadtgärten/Houdek
Ufer des Teichs und großer Baum
Günther Langegger
Ufer des Teichs
Günther Langegger
Baum und Teich
Günther Langegger
Ufer des Teichs und Bäume
Günther Langegger
Teich mit Regenbogen
Günther Langegger
Teich mit Baum
Günther Langegger
Türkenschanzpark – Teich mit Vogel
Wiener Stadtgärten/Houdek
Stufenartiger Fluss/Wasserfall im Türkenschanzpark
Wiener Stadtgärten/Houdek
Türkenschanzpark – Bäume
Wiener Stadtgärten/Houdek
Aneinandergereihte Bänke vor einer Grünfläche mit Baum
Günther Langegger
Yunus-Emre-Brunnen im Wiener Türkenschanzpark
Günther Langegger
Das Kosakendenkmal im Türkenschanzpark
Günther Langegger
Türkenschanzpark im Jahr 1971
Wiener Stadtgärten

Die 23 Meter hohe Paulinenwarte hatte ursprünglich eine Doppelfunktion. Sie war Aussichtspunkt mit guter Fernsicht und auch Wasserspeicher. Im unteren Teil des Turms befindet sich bis heute ein Blechtank. Das Wasser wurde vom Turm über ein Leitungssystem im Park verteilt. Aktuell ist die Warte fallweise an Wochenenden geöffnet. Die Aussicht ist bei Sonnenuntergang besonders schön, wenn die Lichter der Stadt in der Ferne zu glitzern beginnen.

Malerische Teiche und viele Denkmäler

Auch Entspannung am Wasser ist im Türkenschanzpark möglich. Insgesamt 6.500 Quadratmeter Wasser laden in Form von Teichen zum Verweilen ein. Für Geschichtsinteressierte ist der Park auch ein großartiger Ort, um etwas über die Vergangenheit Wiens zu erfahren.

Wir begegnen nämlich vielen berühmten Persönlichkeiten, in Form von Denkmälern – etwa Schauspieler Leon Askin, Komponist Emmerich Kálmán oder den Schriftstellern Adalbert Stifter und Arthur Schnitzler. Eine Besonderheit ist auch der Yunus-Emre-Brunnen. Er setzt bewusst ein Zeichen der Versöhnung – ausgerechnet in einem Park, dessen Name an die Türkenbelagerungen erinnert.

Wer vom Spazieren müde geworden ist, kann sich in der Meierei stärken, in der warmen Jahreszeit auch auf der Terrasse mit herrlichem Blick über den Park. Hunde sind übrigens im Park willkommen, müssen aber an der Leine geführt werden. Der Türkenschanzpark, eine Oase für Tier und Mensch, der jedenfalls einen Besuch wert ist.