Sunken Garden mit Platanendach
Wiener Stadtgärten/Zupanc
Wiener Stadtgärten/Zupanc
9 Plätze – 9 Schätze

Schulgarten Kagran

Der Schulgarten Kagran im 22. Wiener Gemeindebezirk verbindet Gartenkultur, Bildung und Erholung. Ursprünglich als Lehr- und Versuchsgarten angelegt, präsentiert er heute eine vielfältige Pflanzenwelt mit Themengärten, Gewächshäusern und vielen Blumen. Eine bunte und versteckte Oase, die zum Entdecken, Lernen und Verweilen einlädt.

Es ist wie ein kleines verstecktes Paradies. Betritt man das Areal, glaubt man sich sofort in einer anderen Welt und vergisst die Großstadt. Blumen duften, Bienen summen, und das Blätterrauschen der Bäume entspannt in der Sekunde. Das Areal dient in erster Linie den Schülerinnen und Schülern der Berufsschule für Gartenbau und Floristik als Übungsgelände in den verschiedenen praxisbezogenen Unterrichtsfächern. Besuchern eröffnet sich dadurch eine besondere Welt auf rund 60.000 Quadratmetern mit mehr als 3.200 Pflanzenarten.

Schulgarten Kagran

Der Schulgarten Kagran im 22. Wiener Gemeindebezirk verbindet Gartenkultur, Bildung und Erholung. Ursprünglich als Lehr- und Versuchsgarten angelegt, präsentiert er heute eine vielfältige Pflanzenwelt mit Themengärten, Gewächshäusern und vielen Blumen. Eine bunte und versteckte Oase, die zum Entdecken, Lernen und Verweilen einlädt.

Mehr als 40.000 Ausstellungsstücke

Die Berufsschule für Gartenbau und Floristik ist das zentrale Element des Gartens. Sie entstand 1928 durch den Umbau eines 1912 errichteten Pflanzenüberwinterungshauses in ein Schulgebäude. Das Gartenareal rundherum ist seither Ausbildungsstätte für Lehrlinge. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Schulgarten von den Wiener Stadtgärten übernommen und zwischen 1959 und 1960 neugestaltet und modernisiert.

Anreise:
Der Schulgarten Kagran liegt im 22. Bezirk und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Mit der U1 bis“ Kagran“ oder „Kagraner Platz“ sowie den Buslinien 24A und 31A gelangt man in die Nähe des Gartens. Von den Haltestellen sind es nur wenige Gehminuten. Auch mit dem Auto ist der Schulgarten gut erreichbar, Parkmöglichkeiten sind aber begrenzt.

Seit dem Neubau eines neuen Schulgebäudes zwischen 2001 und 2002 ist im ehemaligen Schulgebäude das Österreichische Gartenbaumuseum untergebracht. Es hat die größte Sammlung an Stücken aus der Geschichte des Österreichischen Gartenbaus und Kleingartenwesens mit mehr als 40.000 Ausstellungsstücken.

„Blumige“ Zitate aus „Romeo und Julia“

Wir beginnen unseren Rundgang im Shakespeare Garden. Dort können wir „blumige“ Zitate aus Shakespeares Werken und die dazu passenden Pflanzen kennenlernen. Die Werke des englischen Schriftstellers William Shakespeare wie „Hamlet“, „Der Sommernachtstraum“ oder „Romeo und Julia“ sind voller Pflanzen.

Am Baumschutzgitter rund um den großen Tulpenbaum sind Zitate aus Shakespeares Werken zum Nachlesen angebracht, etwa aus Hamlet: „There’s fennel for you, and columbines." Also: „Hier sind Fenchel und Akelei für euch.“

Monet und Goethe als Inspiration

Ein Stück weiter gelangen wir zu den Werken eines anderen Künstlers, im Claude-Monet-Garten. Sofort fühlen wir uns in ein Gemälde des großen französischen Impressionisten versetzt. Inspiration lieferte Monets eigener Garten in Giverny in Frankreich. Wie auch dort wird die „Japanische Brücke“ von einer Trauerweide und einer Blutbuche gesäumt. Die Brücke zählt zu den bekanntesten Motiven in der impressionistischen Malerei. Auch ein Boot darf nicht fehlen. Bambus und Seerosen tun das Ihrige für ein impressionistisches Flair.

Fotostrecke mit 15 Bildern

weißes Tor vor dem Garten mit Wolkenkratzern im Hintergrund
Günther Langegger
Schriftzug „Wiener Stadtgärten“ in Wiese neben Blumen
Günther Langegger
Schulgarten Kagran
Wiener Stadtgärten/ Jandl
Ginko-Goethe-Garten
Wiener Stadtgärten/Zupanc
Hochzeitspavillon und Schule
Wiener Stadtgärten/Jandl
Sunken Garden mit Platanendach
Wiener Stadtgärten/Zupanc
Monetgarten – ein Boot auf einem Teich
Wiener Stadtgärten/Fürthner
Monetgarten: rosa Blumen, ein Teich unter einer türkisen Brücke und eine Vogel
Wiener Stadtgärten/Zupanc
Kräutergarten mit Katze
Günther Langegger
Kräutergarten
Günther Langegger
Gärtner und Gärtnerin Pflegen Blumen
Wiener Stadtgärten/Zupanc
Schulgarten Kagran
Wiener Stadtgärten/ Jandl
Mosaik von Helmut Leherb
Günther Langegger
Fruchtbaum vor Gewächshaus
Günther Langegger
Bäume und zwei Türme
Günther Langegger

Und noch einem bekannten Künstler ist ein Garten gewidmet: Der Ginkgo-Goethe-Garten. Darin wachsen viele Ginkgo-Sorten und andere Pflanzen, über die Johann Wolfgang von Goethe einst Gedichte schrieb. Der Ginkgo ist der entwicklungsgeschichtlich älteste Baum der Welt. Info-Tafeln geben Auskunft über den Ginkgo und über Goethes Beziehung zu dieser urtümlichen Pflanze. Das weiße Eingangstor, die Bänke und das Bodenmosaik erinnern an Goethes eigenen Garten in Weimar.

Musterfriedhof und Hexengarten

Wien soll ja eine eigene Beziehung zum Tod haben. Passend dazu gibt es am Gelände einen Musterfriedhof. Ein kleiner Friedhof ohne Trauernde und ohne Tote. Die Grabsteine stammen von aufgelassenen Gräbern richtiger Friedhöfe. Manche der kaum mehr kenntlichen Einträge datieren aus dem 19. Jahrhundert. Angelegt wurde der Musterfriedhof im Jahr 2002. Hainbuche, Liguster und Kornelkirsche gedeihen auf dem Friedhofsgelände offenbar gut.

Der berühmte Schweizer Arzt, Alchemist und Naturphilosoph Paracelsus sagte einst: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.“ Und damit Schüler und Besucherinnen über sogenannte „giftige“ Pflanzen auch Bescheid wissen, gibt es den Hexengarten.

Schönheitsideal im Barock

Hier wachsen etwa die besonders giftigen Pflanzen Eibe, Goldregen, Eisenhut oder die Tollkirsche, die heute aus der Augenheilkunde bekannte Atropa belladonna. Von den Damen des Barock und des Rokoko wurde sie einst dazu verwendet, um ihre Pupillen zu vergrößern, was damals als Schönheitsideal galt. Daher stammt auch der Name „Bella Donna“.

Der Schulgarten Kagran vereint botanische Vielfalt, Geschichte und Geschichten auf einzigartige Weise. Er ist ein Ort des Lernens und der Inspiration und ein lebendiges Zeugnis dafür, wie eng Kultur, Natur und Bildung miteinander verbunden sind.