Das Wesentlichste, das man beim Polizei-Crashkurs lernt, ist die Einstellung: „Will ich diesen Beruf machen und weiß ich, worauf ich mich einlasse? Das ist einmal das Erste. Das andere sind mechanische und körperliche Fähigkeiten, die kann man immer lernen“, sagte der Leiter des Einsatzzentrums, Walter Huber.
Einsatztraining der Wiener Polizei
Für einen Tag hat „Wien heute“-Moderator Lukas Lattinger die Moderationskarten gegen eine Pistole getauscht – er hat am Einsatztraining der Wiener Polizei im Einsatzzentrum Süßenbrunn teilgenommen. Dort trainieren 8.000 Polizistinnen und Polizisten, aber auch Zollbeamte.
Schießtraining, Einsatztechniken, Szenarientraining
Danach steht das Schießtraining am Programm. Als Polizist lernt man den Umgang mit verschiedenen Waffen. „Die Waffen, die Sie haben würden, wenn Sie mit der Polizeiausbildung beginnen, sind in erster Linie einmal die Glock 17, einen Pfefferspray, das sind die Waffen, die ein Polizist im Streifendienst bei sich trägt“, erklärte ein Trainer. Auch die anderen Waffen werden vorgestellt: Taser, Schlagstock und das Sturmgewehr, das seit dem Terroranschlag 2020 in jedem Funkwagen dabei ist.
Der nächste Teil betrifft die Einsatztechniken, mit allen gesetzlich erlaubten Möglichkeiten. „Beim Fixieren kommt es darauf an, wenn er in Bauchlage sich befindet, dass der Rücken frei bleibt, dass niemand von den Polizisten auf dem Rücken drauf kniet. Das Ganze passiert rechts und links daneben. Die Arme werden zu Boden gedrückt, vor allem die Schulter wird fixiert, der Rücken bleibt frei“, betonte Einsatztrainer Franz M. Beim Szenarientraining, bei der alles erlernte umgesetzt werden soll, ist vor allem das Auftreten wichtig, aber auch passende Körpersprache lernt man.