Am Fuße des Bärenkogels in Dorfgastein (Pongau) liegt die Amoseralm auf 1.200 m Seehöhe. Seit mehr als sieben Generationen ist sie im Besitz der Familie Röck, die auch im Tal eine Bio-Landwirtschaft betreibt. Oben auf der Alm hat Rupert Röck das Sagen, Unterstützung bekommt er aber von seiner Familie und den Sennerinnen Paula und Merle – und die kann er brauchen!
Platz für Wanderer, Tiere und Kinder
Er versorgt nämlich nicht nur Wanderer und Mountainbiker, sondern auch rund 20 Rösser, 80 Mutterkühe, drei Schafe, zwei Schweine und einen eigenen Streichelzoo! Rupert Röck hat viel zu tun und trotzdem gibt es für ihn keinen Grund zur Beschwerde: „Ich mach das einfach gern und im Prinzip ist es so, dass ich dort arbeite, wo andere Urlaub machen. Ich genieße das!“
Und diese Zufriedenheit sieht man dem Dorfgasteiner auch an. Er freut sich, wenn es Tieren und Gästen auf seiner Alm gut geht und ein ganz besonders großes Herz hat er für Kinder.
Kindergarten auf Sommerfrische
Seit ein paar Jahren besucht nämlich der Dorfgasteiner Kindergarten jeden Sommer für ein paar Wochen die Amoseralm. Dort spielen sie auf der Wiese, im Wald oder im Streichelzoo und können sich im Almgebiet frei bewegen. „Es ist wichtig, dass Kinder für das Leben auf der Alm sensibilisiert werden und auch wissen, wieviel Arbeit dahintersteckt,“ meint Rupert Röck.
Almfrühstück
Jeden Sonntag und Montag kann man auf der Amoseralm auch ganz gemütlich ein Almfrühstück genießen. Da gibt es als Vorspeise ein traditionelles Almmus aus Mehl, Wasser, Milch, Butter und Äpfeln. Danach gibt es eine gemischte Platte mit Speck und Würstel aus der eigenen Jagd und zum Schluss dann noch einen Bauernkrapfen. So ein Almfrühstück auf der Amoseralm kann schon einmal bis in den Nachmittag dauern, ist ORF Salzburg-Redakteurin Eva Köck überzeugt.
So kommt man hin
Die Amoseralm liegt auf der westlichen Talseite des Gasteinertal in Dorfgastein. Wenn man mit dem Auto ins Tal kommt, dann nimmt man vor Dorfgastein die rechte Abzweigung nach Unterberg. Das Amosergut ist der letzte Bauer in Unterberg und ca. 300 m nach dem Hof gibt es Parkplätze. Für den Aufstieg zur Amoseralm über den Bärenweg benötigt man eine gute Stunde.
Der Almsommer ist eröffnet
Eva Köck ist zu Gast auf der Amoseralm in Dorfgastein