Am 28. Juli 2006 schlug ein Blitz in das Stallgebäude der Karalm ein und löste einen Brand aus. Auf Grund der Windrichtung ging das Feuer auch auf das Almgebäude über. Das hatte zur Folge, dass die gesamte Karalm niederbrannte. Ein personeller Schaden konnte damals Gott sei Dank verhindert werden.
Bau der „neuen“ Karalm in sechs Monaten
Die Familie Steiner aus Radstadt reagierte damals schnell und schon nach kurzer Zeit wurde mit dem Bau einer neuen Alm begonnen. Bereits nach einer sechsmonatigen Bauzeit konnte die „neue“ Karalm im Mai 2007 fertig gestellt und wiedereröffnet werden. Der Neubau wurde damals mit modernen Gerätschaften ausgestattet, welche die landwirtschaftliche und die gastronomische Arbeit dementsprechend erleichtern sollte.
Dadurch hat die Karalm aber in keiner Weise an ihrem einzigartigen Charme verloren. Zum Dank, dass die Familie Steiner bei dem Brand unversehrt blieb, wurde ein Wetterkreuz errichtet. Dieses wurde nur wenige Meter von der Alm entfernt aufgestellt und erinnert noch heute an diesen Tag.
Junge Sennerinnen erleben den Almsommer
Jeden Tag um 6.00 Uhr läutet der Wecker für Sennerin Anni Kraus. Die 24-jährige Regensburgerin verbringt bereits zum zweiten Mal den Sommer als Sennerin auf der Karalm. Die Faszination für die Alm beschreibt Anni folgendermaßen: „Ich glaube, es ist einfach die Mischung aus der Natur, den Gästen, der Arbeit mit den Tieren und vor allem auch die Verarbeitung der Produkte. Man versucht einfach so viel wie möglich zu verarbeiten bzw. zu verwerten. Man wirft so wenig wie möglich weg und man versucht aus allem das Beste zu machen.“
Neben der Arbeit mit den Tieren und der Produktion von hauseigener Butter und Frischkäse sind die Sennerinnen auch in der Almküche tätig. Dort verwöhnen sie ihre Gäste mit selbstgemachten Kaiserschmarrn und frischen Krapfen.
Viele Wege führen zur Karalm
Ob Jung oder Alt: Bei einer Wanderung durch das Lammertal kommen alle auf ihre Kosten. Die Wege zur Karalm beschreibt Cyriak Steiner jun. wie folgt:
„Da gibt es einmal den Hauptweg. Da muss man zunächst bei der Tankstelle in St. Martin am Tennengebirge links herauffahren. Danach ist der ganze Weg beschildert. Dann gibt es auch einen steileren Wanderweg. Der führt entlang des ‚Alten Weges‘ und dauert nur 45 Minuten. Dies ist aber eher der ‚sportliche‘ Weg. Und dann gibt es auch noch einen sehr gemütlichen Wanderweg, welcher zu uns auf die Karalm führt. Da ist man in ca. 1 ½ Stunden heroben und dieser Weg ist gerade für Familien sehr empfehlenswert.“