Der Soderkaser ist im Sommer das Zuhause von zwölf Milchkühen und einigen Kälbern. Juliana Fernsebner, die Tochter von den Bauersleuten, ist als Sennerin auf der Alm und erledigt die anfallende Arbeit. Mit der Michverarbeitung hat sie eine neue Leidenschaft entdeckt.
Woher der Name Kaser kommt
Warum die Hütte nicht Soderalm heißt, erklärt Bäuerin Bettina Fernsebner: „Kaser ist der Mundartausdruck für eine Alm in unserer Region. Manchmal fragen die Leute, wo man da Käse kaufen kann oder ob man beim Käse machen zuschauen kann. Das führt schon zu Missverständnissen.“
Der Soderkaser hat keinen Ausschank. Der Berggasthof der Familie Fernsebner ist aber nur knappe 200 Meter unterhalb der Almhütte.
Die Familie bewirtschaftet aber nicht nur den Kaser und die Landwirtschaft, sondern auch noch einen Berggasthof. Im Jahr 1973 wurde aus der Almhütte vom Soderbauern eine Jausenstation. Die beiden Gebäude sind etwa zweihundert Meter voneinander entfernt.
Seit Jahrhunderten in Familienbesitz
Der Soderbauer ist seit dem Jahr 1685 in Familienbesitz. Früher hat der Bauernhof dem Erzbistum Salzburg gehört. An der Hauswand erinnern die Heiligen über den Fenstern an die damaligen Besitzer. Ein sehr buntes Bauernhaus, das man heute so gar nicht kennt.
Geöffnet
– von 7.7. bis 14.9.2025
Montag ist Ruhetag!
– Ab 15.9.2025 bis Saisonende von Donnerstag bis Montag
Ruhetage: Dienstag und Mittwoch
Bettina und Toni sind die mittlerweile elfte Generation vom Soderbauern. Bis vor zwei Jahren haben im Bauernhaus noch vier Generationen unter einem Dach gelebt: „Unheimlich schön, aber auch sehr herausfordernd ab und zu. Jede Generation hat seine eigenen Gewohnheiten, aber jede Generation profitiert auch von der anderen.“
Wanderungen
Es gibt verschiedene Wege, um zum Soderkaser zu kommen:
- Kürzester Weg: Mit der Loferer Almbahn hinauf fahren und von der Bergstation noch fünf Minuten zu Fuß zum Kaser.
- Der Soderkaser ist auch mit dem Auto zu erreichen. Eine Mautstraße führt vom Loferer Ortszentrum auf die Loferer Alm hinauf.
- Im Sommer gibt es die Möglichkeiten, die Hütte zu Fuß über den Wasserfallweg oder andere Wanderwege zu erreichen.