In den späten 1960er Jahren war sein Vater am Bau der Lifte beteiligt und hat mit dem Heutalerhof ein Hotel eröffnet. Genauso mutig wie damals mutet jetzt das Projekt von Sebastian Vitzthum an. Der 1968 geborene leidenschaftliche Sportler, der mit seinen sechs Geschwistern im Heutal aufgewachsen, will den alten Schlepplift durch einen Sessellift ersetzen und auf Ganzjahresbetrieb umstellen. Das Gesamtkonzept „Zukunft Heutal“ will Skifahren, Wandern, Biken sanft entwickeln und den Menschen die Natur ohne große Einschnitte näherbringen.
Skirennläufer und Motoradrennfahrer
Der umtriebige Pinzgauer hat in seinem Leben vieles gesehen und auf seinem ganz persönlichen Weg mitgenommen. Als überaus talentierter Skirennläufer blieb ihm ein Start in den Weltcup verwehrt und so entschied sich Sebastian Vitzthum mit knapp 20 Jahren seine Sachen zu packen, nach Amerika zu gehen und dort als Profirennläufer sein Glück zu versuchen. Von 1987 bis 1998 gewann er 30 Rennen und wurde 1995 Riesentorlauf Weltmeister auf der Profitour, die mit Parallelrennen und namhaften Läufern große Popularität hatte.
Filzmoos war 1983 sogar Austragungsort der WM mit Parallelslalom und Abfahrtslaufs und auch Hermann Maier war in Schladming einmal als Gaststarter mit dabei. Sebastian Vitzthum waren die Skirennen aber nicht genug und so startete er parallel eine Karriere als Motorradrennfahrer in der Superbike Klasse. Ein schwerer Sturz in Spielberg beendete Vitzthums Ambitionen und ließ in ruhiger und nachdenklicher werden.
Engagement für E-Mobilität
Der „Benzinbruder“ entschleunigte sein Leben, bildete sich beruflich weiter und engagierte sich in den letzten Jahren in seiner Heimatregion für die E-Mobilität. Jetzt ist Sebastian Vitzthum wieder „daheim“ im Heutal, in Unken und erzählt im ORF Radio Salzburg Cafe mit Christopher Pöhl von seinem Leben und seinem Herzensprojekt vor der Haustür.