Berlinale 2026/Film „Vier minus Drei“ (v.l.n.r.) Drehbuch: Senad Halilbašić | Regie: Adrian Goiginger | Darsteller:innen Robert Stadlober, Valerie Pachner | Barbara Pachl-Eberhart | Darsteller:innen Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler
Sebastian Semmer
Sebastian Semmer
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„Vier minus drei“: Film als Thema im Cafe

Hier können Sie diese Sendung nachhören: Gründonnerstag 2008 verlor Barbara Pachl-Eberhart ihre Familie, nachdem ihr Kleinbus vom Zug erfasst wurde. Regisseur Adrian Goiginger hat die Geschichte verfilmt. Pachl-Eberhart und Goiginger waren Sonntag zu Gast im Cafe von ORF Radio Salzburg.

Am 20. März 2008 verunglücken Barbara Pachl-Eberharts Mann Heli und ihre beiden Kinder Thimo (sechs Jahre) und Valentina (22 Monate) bei einem Verkehrsunfall an einem unbeschrankten Bahnübergang tödlich. Nach diesem Schicksalsschlag beginnt sie mit dem Schreiben, die Autobiografie „Vier minus drei“ entsteht.

Film voll emotionaler Schönheit

Im März kommt der Film in die heimischen Kinos. Die Premiere in Salzburg findet am 7. und 8. März im Das Kino statt. Schauspielerin Valerie Pachner – man kennt sie in Salzburg als ehemalige Buhlschaft – spielt Pachl-Eberhart. Bei der Berlinale gab es hymnische Kritiken für ihre Darstellung. Der Film hat den Europe Cinema-Preis gewonnen und wurde zweiter in der Kategorie Publikumspreis.

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Barbara Pachl-Eberhart
Nina Goldnagl
Barbara Pachl-Eberhart
Adrian Goiginger
Giganten Film/Jonas Meyer
Adrian Goiginger
  am 15.06.2023   – während der Pressekonferenz  auf der Presseterrasse, Festspielhaus, Salzburg, Österreich    Foto: JAN FRIESE –
© 2023 Jan Friese
Valerie Pachner verkörpert Barbara Pachl-Eberhart im Film
Berlinale 2026/Film „Vier minus Drei“ (v.l.n.r.) Drehbuch: Senad Halilbašić | Regie: Adrian Goiginger | Darsteller:innen Robert Stadlober, Valerie Pachner | Barbara Pachl-Eberhart | Darsteller:innen Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler
Sebastian Semmer
Berlinale 2026: (v.l.n.r.) Senad Halilbašić (Drehbuch), Adrian Goiginger (Regie), Darsteller Robert Stadlober, Valerie Pachner, Barbara Pachl-Eberhart (Schriftstellerin), Stefanie Reinsperger und Hanno Koffler (Darsteller)
Adrian Goiginger im Radiointerview
ORF/Anja Stelzmüller
Adrian Goiginger im Radiointerview für die Radio Salzburg-Cafe-Sendung
Gabi Kerschbaumer im Radiointerview
ORF/Anja Stelzmüller
Moderatorin Gabi Kerschbaumer
Adrian Goiginger und Gabi Kerschbaumer beim Radiointerview
ORF/Anja Stelzmüller
Gabi Kerschbaumer und Adrian Goiginger im Radiointerview
ORF/Anja Stelzmüller
Trotz des ernstes Themas darf auch Humor nicht fehlen

Trauer, Verlust und ganz viel Stärke

Im Radio Salzburg Cafe am Sonntag sprechen Barbara Pachl-Eberhart und Adrian Goiginger über die Zusammenarbeit und warum klar war, dass Valerie Pachner die richtige Wahl ist. Wie spürt es sich an, sein Leben auf der Leinwand zu sehen? Und seine Geschichte für einen Film in andere Hände zu legen? Wie fühlt Adrian Goiginger, selbst Vater von zwei Kindern?

Seinen Weg finden

Beide Gäste von Gabi Kerschbaumer verbindet auch, dass sie aus tragischen Einschnitten in ihren Biographien etwas positives gemacht haben.

Adrian Goigingers Debutspielfilm „Die beste aller Welten“ – mehrfach ausgezeichnet – erzählt von seiner Kindheit und der Drogensucht der Mutter. Es hat ihn persönlich stark gemacht. Barbara Pachl-Eberhart hat erkannt, dass das, was ihr und ihrer Familie passiert ist, nicht das Ende ist – sondern auch ein Anfang für etwas neues sein kann.

Den Blick nach vorne nie verlieren

„Vier minus drei“ ist ein Film über Trauer und Verlust – aber ein Film, aus dem man trotzdem gestärkt aus dem Kino kommt. Wichtig ist, den Blick nach vorne nie zu verlieren. Was es dafür braucht, auch von der Gesellschaft und welche Symbolik der Clown für den Film und das Leben hat: Das Radio Salzburg Cafe am Sonntag, 1. März von 9.00 bis 10.00 Uhr – und als Podcast zum Nachhören auf ORF SOUND