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Seit 1999 gibt es auch den Internationalen Männertag. Am 19. November wird in erster Linie auf Männergesundheit hingewiesen, Mann soll sich mehr um sich selbst kümmern. Zeigt das vielleicht auch, dass der gesellschaftliche Fokus von Männern und Frauen sehr unterschiedlich liegt?
Barbara Blaha ist Autorin und – so steht es auf ihrer Website – „arbeitet am liebsten an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik“. Sie leitet das Momentum Institut wie den Momentum Kongress, ist Universitätsrätin der Uni Wien und Mitgründerin des Wiener Balls der Wissenschaften.
Frau sein 2026
In ihrem aktuellen Buch „Funkenschwestern“ beschreibt sie die Lage der Frauen in Österreich 2026 in vielen Bereichen sehr genau. Wie lautet also ihre Bestandsaufnahme? Und was hat es mit den Begriffen Patriarchat und Matriarchat auf sich? Ist es eine Frage von Eigentum – wer wem gehört?
Über viele Jahrhunderte wurde Männern vermittelt, dass sie die „Verantwortung“ tragen, mutig, stark und ehrgeizig sein müssen – und auch bestimmen dürfen. Bis 1975 mussten Frauen in Österreich ihre Ehemänner fragen, wenn sie arbeiten gehen wollten. Frauen wiederum sollten liebevoll, emotional und fürsorglich sein. Was hat es mit diesen geschlechtsspezifischen Klischees auf sich, was hat sich geändert, wie geht es den jungen Menschen heute damit?
Wie schafft man ein Miteinander auf Augenhöhe?
„Nieder mit dem Patriachat“ als Ansatz, der die Lage der Frauen verbessert? Trägt Social Media-Feminismus dazu bei, strukturelle Probleme zu verbessern?
Barbara Blaha und Gabi Kerschbaumer versuchen, im Radio Salzburg Cafe-Gespräch einen Weg aufzuzeigen, wie ein Miteinander respektvoll funktionieren kann – damit in Zukunft der Mann als Standard und die Frau als „Abweichung“ der Vergangenheit angehört.