Die alte Mußbachalm wurde im Jahr 2000 abgerissen und neu aufgebaut. Als echter Familienbetrieb gehört sie zu den landesweit nicht mehr sehr vielen Almen, auf denen noch die anfallende Milch der Spitzenklasse verarbeitet und Käse in verschiedenen Arten selbst gemacht wird.
Der zugehörige Bauernhof liegt direkt unterhalb im Tal und wird von Anita Grießners Bruder bewirtschaftet. Neben vier Milchkühen sind auch Schweine, Hasen, Hühner, Wachteln, einige Mutterkühe und Pferde auf der Alm.
Perfekte Arbeitsteilung
„Mein Mann ist für die Kühe zuständig, unser Sohn kümmert sich um Wald und Wiesen“, sagt Bäuerin Grießner. Sie bäckt frisches Brot und macht aus der Milch auf der Alm den frischen Frischkäse, Schnittkäse – und den legendären „Speekas“.
Kulinarische Vielfalt mit frischen Kräutern
Die Mußbachalm ist auch eine bekannte Kultstätte für Freunde alpiner Kräuter.
„Tee mit frischen Kräutern ist viel intensiver als der aus getrockneten“, weiß Anita. Sie hat auch spezielle Rezepte von Spitzenköchen mit ihren frischen Kräutern zubereitet. Speck, Würste und Schmalz stammen von den eigenen Almschweinen, die wiederum mit der eigenen Molke aus der Käserei gefüttert werden.
Wie kommt man hinauf?
Erreichbar ist die Alm von Hinterthal zu Fuß in knapp 30 Minuten (auch mit Kinderwagen). Wer eine längere Tour braucht, kann über die Boschalm in etwa eineinhalb Stunden zur Mußbachalm wandern. Die Bergläufer sind entsprechend schneller. Montag und Dienstag sind Ruhetage. Die Alm ist bis zum Rupertitag (24. September) geöffnet.