Euro-Geldscheine und Euro-Münzen
APA/HARALD SCHNEIDER
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Schlaumeier

Woher kommt das Wort „Schmiergeld“?

Schmiergeld bedeutet bekanntlich, dass jemand Geld für etwas bekommt – und dann läuft es wie „geschmiert“. Aber warum nennt man Bestechungsgeld tatsächlich auch Schmiergeld? Ein Fall für ORF Radio Salzburg-Moderator Rafael Obermaier, unseren Schlaumeier, der dafür in die Zeit der Kutschen zurückreist.

Schmiergeld ist auf jeden Fall Bestechungsgeld, das jemand bekommt, damit etwas „wie geschmiert“ läuft. Das Wort Schmiergeld gibt es tatsächlich schon seit mehreren hundert Jahren, so unser Schlaumeier. Am Anfang hatte es wortwörtlich auch mit Schmieren zu tun.

Zurück in die Zeit der Postkutschen

Diese sind damals auf ziemlich holprigen Straßen unterwegs. Damit die Räder ordentlich laufen, damit sie nicht quietschen, mussten sie an den Poststationen regelmäßig gefettet werden. Dafür wurde tatsächlich Schmiergeld bezahlt – also Geld für die Wagenschmiere. Daher kommt übrigens auch der Spruch „Es läuft wie geschmiert“.

Von der Wagenschmiere zur Bestechung

Hier ist laut Schlaumeier die Sache etwas komplizierter. Das Wort „schmieren“ wurde schon vor Jahrhunderten auch im Sinne von Bestechen verwendet. Die Vorstellung dahinter: Man gibt jemandem etwas, damit er einem entgegenkommt und die Sache dadurch leichter läuft. Und so wurde scheinbar aus dem wörtlichen Schmieren irgendwann das bildliche.

Rafael Obermaier
ORF/Claudia Schneider
Rafael Obermaier

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