ALDI Süd Zentrale
ORF/Georg Hummer
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Justiz

Gericht erlaubt Aldi-Klage gegen Airport

Im Streit zwischen Hofer-Mutter Aldi-Süd und dem Flughafen Salzburg hat das Landesgericht Salzburg die Klage von Aldi jetzt zugelassen. Bedingt durch Löschschaumverunreinigungen im Boden seien beim Bau der neuen Firmenzentrale in Salzburg-Maxglan Verzögerungen entstanden, es drohen millionenschwere Schadenersatzforderungen, so der Konzern.

Unweit des Salzburger Flughafens an der Michael-Walz-Gasse entsteht derzeit die neue Zentrale der Hofer-Konzernmutter Aldi Süd. Auch eine mehrgeschoßige Tiefgarage wollte das Unternehmen hier errichten, doch es befinden sich im Grundwasser Löschschaumchemikalien, die jahrzehntelang bei Feuerwehrübungen des Flughafens in den Boden gesickert seien.

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ALDI Süd Zentrale
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Während sich die Arbeiten am zweiten Bauteil deutlich verzögern, …
ALDI Süd Zentrale
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… ist der erste Bauteil bereits fast komplett fertiggestellt
ALDI Süd Zentrale
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Rohbau mit Klimatisierung ALDI Süd Zentrale
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Arbeiten an der Klimatechnik sind abgeschlossen, auch der Innenausbau kommt gut voran
ALDI Süd Zentrale
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Baustelle neue Hofer-Zentrale (Aldi Süd)
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Blick vom Flughafen über Maxglaner Wiesen zur neuen Aldi-Zentrale
Baustelle ALDI-Süd- und Hofer-Zentrale in Salzburg-Maxglan
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Die neue, geräumige Konzernzentrale löst Platzprobleme, …
Aldi Süd Zentrale Österreich
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… die in der alten Aldi-Süd-Zentrale in Salzburg-Maxglan nicht mehr gelöst werden konnten

Verunreinigtes Grundwasser verzögert Baustelle

Daher hätte für den Bau der Tiefgarage Grundwasser entnommen und gereinigt werden müssen. Diese Pläne mussten aus Kostengründen verworfen werden. Stattdessen sollen nun im zweiten Bauteil der Konzernzentrale oberirdisch zwei Parkdecks entstehen.

Gericht erlaubt Aldi-Klage gegen Airport

Oberlandesgericht Linz jetzt am Zug

Weil Aldi Süd durch die Umplanung und Bauverzögerung ein Millionenschaden entstanden sei, hat das Unternehmen diesen nun am Salzburger Landesgericht eingeklagt. Dort wurde in erster Instanz jetzt entschieden, dass die Klage nicht verjährt und damit zulässig sei. Der Salzburger Flughafen bestätigte auf ORF-Anfrage dieses Urteil, allerdings hat die Flughafengeschäftsführung bereits Berufung eingelegt. Nun muss das Oberlandesgericht in Linz über den Fall entscheiden.