Schild des Tageselternzentrums TEZ in Salzburg außen vor Gebäude
ORF
ORF
Soziales

Tageselternzentrum: Demo statt Gespräch

Die Aufregung um die Gehaltskürzungen beim Tageselternzentrum (TEZ) Salzburg reißt nicht ab: Einen Gesprächstermin mit Geschäftsführung und Vorstand am Donnerstag sagte der Betriebsrat ab. Stattdessen ruft er gemeinsam mit der Gewerkschaft am Freitag zu einer Kundgebung auf.

Obwohl das Land Salzburg vergangene Woche ankündigte, die Fördermittel für das TEZ um gut ein Drittel zu erhöhen, bleiben die Gehaltskürzungen aufrecht. Das könne man nicht nachvollziehen, sagte die Betriebsratsvorsitzende Daniela Kandler: „Weil das Verständnis diesbezüglich einfach nicht mehr da ist, warum trotz dieser Fördererhöhung die Maßnahmen trotzdem so scharf umgesetzt werden von der Geschäftsführung.“

Ins selbe Horn stieß auch der zuständige Regionalsekretär der Gewerkschaft GPA, Orhan Dönmez. Deshalb werde es nun die Protestkundgebung Freitagnachmittag in der Salzburger Altstadt geben: „So lange die Kündigungen nicht zurückgenommen werden, wir reden von 83 Beschäftigten, deren Kündigungen noch im Raum sind, können wir nicht auf Augenhöhe verhandeln.“ Laut TEZ-Betriebsrat überlegen 50 der 83 Mitarbeiterinnen, zu kündigen.

„Seit 15 Jahren Gap zwischen Förderung und Gehältern“

Diese Zahl kann Geschäftsführerin Corinna Schober nicht bestätigen. Sie blieb auch am Mittwoch dabei: Die 20-prozentige Gehaltskürzung könne nicht zurückgenommen werden, auch wenn das Land die Förderungen erhöht, weil „in diesem neuen Fördersatz ja auch die bis jetzt gewährte Sonderförderung drinnensteckt. Außerdem haben wir schon seit 15 Jahren einen Gap zwischen Förderung und Gehältern gehabt. Deshalb ist es jetzt trotzdem nicht möglich, auf das zu verzichten.“

Sie habe den Betriebsrat kommende Woche zu einem neuen Gesprächstermin eingeladen, bei dem es um einen möglichen Sozialplan für die Mitarbeiterinnen gehen soll, ergänzte die TEZ-Geschäftsführerin.