Umbauarbeiten Kaigasse
ORF/Karin Buttenhauser
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Weltkulturerbe

Altstadthäuser abgerissen: Magistrat stoppt Baustelle

Die Stadt Salzburg hat eine große Baustelle in der Kaigasse in der Weltkulturerbe-Zone in der Altstadt stoppen lassen. Denn von den beiden Gebäuden steht nur mehr die Fassade. Die erteilte Bewilligung für den Umbau sei grob missachtet worden.

Von dem fünfgeschoßigen Haus in der Kaigasse 28 steht seit einigen Wochen nur noch die Fassade, Stahlträger stützen die übriggebliebene Frontmauer. Das Gebäude selbst ist hingegen abgerissen worden. Das zeigt der Blick von der Rückseite, vom Nonnberg aus. Jetzt zog das Baurechtsamt jedoch die Reißleine und verfügte eine Baueinstellung. Denn das nach einem Bombentreffer im Zweiten Weltkrieg wiedererrichtete Haus sei nach dem Altstadterhaltungsgesetz geschützt. Ursprünglich standen hier zwei jahrhundertealte Gebäude, eines davon das historische Silberdiener- oder Völkerhaus – belegt sind diese seit 1488 bzw. 1605.

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Das Gebäude in der Kaigasse, gegenüber des ehemaligen Posthofs
Die Baubehörde der Stadt Salzburg hat eine große Baustelle in der Altstadt stoppen lassen. Die schon erteilte Bewilligung für den Umbau sei grob missachtet worden. Das Haus war bisher gewerblich genutzt, nun sollen zehn Wohnungen entstehen.
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Die Bauarbeiten sollen vorerst gestoppt werden
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Von dem Gebäude steht nur noch die Fassade
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Wände und Zwischendecken hätten stehen bleiben müssen, es hätte ein Umbau werden sollen

Dass der Großteil der Substanz abgerissen wurde, decke sich nicht ansatzweise mit der erteilten Baubewilligung, sagte Gerhard Hemetsberger, Jurist bei der städtischen Baubehörde. Wände und Zwischendecken hätten stehen bleiben müssen, es hätte also ein Umbau werden sollen.

Projektgesellschaften aus Mateschitz-Umfeld

Doch de facto wird es jetzt ein Neubau. Inwiefern der bewilligungsfähig ist, werde sich erst zeigen. Der Bauherr sei jedenfalls gefordert, geänderte Pläne vorzulegen, so Hemetsberger. Gegen diesen Bauherrn läuft außerdem ein Verwaltungsstrafverfahren.

Abriss statt Umbau: Amtlicher Baustopp in Altstadt

Eine Baustelle in der Salzburger Altstadt sorgt derzeit für Diskussionen: Der Magistrat hat die Bauarbeiten nämlich amtlich stoppen lassen. Denn die Gebäude in der Weltkulturerbe-Schutzzone seien nicht umgebaut, sondern zum Großteil abgerissen worden. Eigentümer ist eine Immobilienfirma aus dem Umkreis der Familie Mateschitz.

Hinter der Projektentwicklungsgesellschaft stehen Unternehmen aus dem Umfeld der Familie Mateschitz. Die Gebäude waren bisher für gewerbliche Nutzung vermietet, jetzt sollen dort zehn Wohnungen entstehen. Die Projektbetreiber wollten auf ORF-Anfrage keine Stellungnahme abgeben.