Freitag sind zahlreiche Menschen tanzend durch die Stadt Salzburg gezogen, um für die weltweite Aktion „One Billion Rising“ zu demonstrieren – gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.
ORF
ORF
Soziales

Tanz-Demo gegen Gewalt an Frauen

Freitag sind zahlreiche Menschen tanzend durch die Stadt Salzburg gezogen, um für die weltweite Aktion „One Billion Rising“ zu demonstrieren – gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.

In Salzburg haben sich 2025 laut den Betreiberinnen fast 1.600 an das Gewaltschutzzentrum gewendet, heuer bisher 300. Und weltweit soll es eine Milliarde Gewaltopfer geben.

Initiiert wurde die weltweite Kampagne „One Billion Rising“ im Jahr 2012, um darauf hinzuweisen, dass eine von drei Frauen im Lauf ihres Lebens ein Opfer von Gewalt wird.

„Gesellschaft ist viel sensibler“

80 Prozent aller Gewaltopfer in Salzburg seien Frauen und Mädchen. Die Zahlen schwanken jährlich, würden aber konstant hoch sein, sagt Christina Riezler, Geschäftsführerin des Gewaltschutzzentrums Salzburg: „Man bemerkt eine ganz große Sensibilität in der Gesellschaft mittlerweile. Es melden sich Freundinnen oder Familienmitglieder, die helfen wollen."

Betretungs- und Annäherungsverbote wurden im Bundesland Salzburg fast 800 verhängt. Positiv sei, dass Gewaltspiralen nun viel früher gemeldet würden als noch vor zehn Jahren. Außerdem werde das Thema ernster genommen.

Über Apps nahezu lückenlose Kontrolle möglich

Auch die psychische Gewalt über digitale Medien nehme immer mehr zu, so die Geschäftsführerin: „Es war noch nie so einfach, jemanden zu kontrollieren wie heute. Früher musste man jemanden persönlich verfolgen. Heute gibt es Apps, um jemanden auf Schritt und Tritt zu überwachen.“

Der getanzte Protest gegen Gewalt an Frauen und Mädchen finde rund um den Valentinstag in mehr als 200 Ländern statt, heißt es vom Salzburger Gewaltschutzzentrum.