Die Haushaltsenergiepreise sind 2025 laut Statistik Austria im Jahresdurchschnitt um 11,1 % gestiegen. Gleichzeitig ist die Zahl der Bezieher eines Heizkostenzuschusses in Salzburg vergangenes Jahr um rund ein Drittel zurückgegangen. Noch stärker war der Rückgang bei der ausgezahlten Summe, die sank von 6,5 Millionen auf 1,8 Millionen Euro. Grund dafür ist die Kürzung des Heizkostenzuschusses von 600 auf 250 Euro. Grundsätzlich wären für 2025 2,45 Millionen Euro budgetiert gewesen. Das Land spart sich durch den Rückgang an Bezieherinnen und Beziehern also rund 650.000 Euro.
Meiste Anträge in Stadt Salzburg
Die Zahl der Auszahlungen sinkt schon seit dem Jahr 2023. Damals wurde der Heizkostenzuschuss 12.000 Mal ausbezahlt, das kostete das Land 7,2 Millionen Euro. 2024 waren es 10.900 Auszahlungen um 6,5 Millionen Euro und 2025 noch 7.400 Auszahlungen um 1,8 Millionen Euro. Die meisten Anträge auf den Heizkostenzuschuss waren in der Stadt Salzburg zu verzeichnen, dort wurde er 4.353 Mal ausbezahlt. Am seltensten wurde er im Lungau ausbezahlt, nämlich 247 Mal.
Grüne fordern höhere Einkommensgrenze für Zuschuss
Zwei Gründe nennt das Land für den Rückgang an Beziehern des Heizkostenzuschusses: Einerseits ging die Zahl der gestellten Anträge deutlich zurück, wurden rund 1.500 Anträge abgelehnt – zumeist wegen der überschrittenen Einkommensgrenze. Aktuell liegt die Einkommensgrenze für Alleinlebende bei 1.424 Euro und damit unter der Armutsgefährdungsgrenze, die bei 1.600 Euro liegt. Das müsse angepasst werden, fordert die Sozialsprecherin der Grünen, Kimbie Humer-Vogl: „Was wir jedenfalls fordern, ist, dass die Einkommensgrenzen angepasst werden und dass man den Heizkostenzuschuss jetzt gleich mal auf 300 Euro erhöht und dass dann eine jährliche Inflationsanpassung die Einkommensgrenzen erhöht.“
Außerdem sollte der Heizkostenzuschuss etwa automatisch mit der Ausgleichszulage an Mindestpensionisten ausbezahlt werden, fordern die Grünen.