Erstmals legen Belegschaften der eher ruhigen IT- und Computertechnik-Branche die Arbeit nieder. Seit Dienstag laufen  österreichweit erste Warnstreiks. 1.700 Menschen arbeiten in Salzburg für diese Industrie. Forderungen der Arbeitnehmer und  Angebote der Unternehmen liegen noch weit auseinander.
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Warnstreiks der IT-Branche bisher ohne Ergebnis

Erstmals legen Belegschaften der eher ruhigen IT- und Computertechnik-Branche die Arbeit nieder. Seit Dienstag laufen österreichweit erste Warnstreiks. 1.700 Menschen arbeiten in Salzburg für diese Industrie. Forderungen der Arbeitnehmer und Angebote der Unternehmen liegen noch weit auseinander.

3,5 Prozent mehr Lohn werden verlangt, die Arbeitgeber wollen maximal zwei Prozent zugestehen. Sechs Mal ist man nun schon ohne Ergebnis auseinandergegangen. Nun wurde die Arbeit erstmals niedergelegt – zwei Stunden lang in acht Salzburger IT-Betrieben. Beim IT-Spezialisten Conova schlossen sich Dienstag 70 Mitarbeiter an.

Personal verweist auf Schlüsselrolle im moderen Leben

Der Notbetrieb bleibe während des Streiks aufrecht, betont Werner Höllbacher vom Betriebsrat: „Wir sind die Schlüsseltechnologie in Österreich. Deshalb erwarten wir uns endlich einen Kompromiss, dass ein fairer Inflationsausgleich stattfindet. Damit auch der Industriestandort Österreich für Mitarbeiter attraktiv bleibt.“

Florian Koch von der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) sagt, diese Warnstreiks würden sehr viel zeigen: „Die Mitarbeiter sind bereit, sich für ihre Belange einzusetzen.“

Arbeitgeber verweisen auf Stagnation

Die IT-Branche beschäftigt österreichweit 90.000 Menschen. Die Sparte sei keine Krisenbranche, und die Gewerkschaftsforderung von 3,5 Prozent sei deshalb auch nicht überzogen, so der Gewerkschafter.

Die Arbeitgeber sprechen dagegen von einem stagnierendem Wachstum, das keine großen Sprünge erlaube. In der kommenden Woche soll dann weiter verhandelt werden – zum siebenten Mal.