Er habe die Katze natürlich absichtlich auf den Balkon verbannt, sagte der angeklagte Pakistani am Dienstag vor Gericht aus. Doch er habe nur ihr Bestes gewollt, mit einem Riesensack Futter für einen Monat, Wasser, Milch, aufgestellten Matratzen und einer Decke als Unterschlupf.
Der Grund dafür: der Mann habe für drei Wochen weg gemusst – in Ersatzhaft für eine Verwaltungsstrafe, die er nicht bezahlen konnte. Doch das Tier schrie nach wenigen Tagen so laut und ununterbrochen, dass Nachbarn die Polizei alarmierten. Die Beamten stiegen mit einer Leiter auf den Balkon, die Feuerwehr holte die Katze schließlich mit einer Transportkiste ab.
Im Zweifel freigesprochen
Eine Katze auf einen Balkon zu sperren, und das bei Temperaturen von fast minus zehn Grad, sei Tierquälerei, so die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage. Aber weil die Polizisten die Futter- und Unterschlupfsituation vor Gericht nicht genau beschreiben konnten, der 38-Jährige hingegen beteuert, dass die Lage für seine Katze kein Problem gewesen sei, wurde der Mann im Zweifel freigesprochen.
Ob er seine Katze zurückbekommen hat, ist nicht bekannt. Der Freispruch ist noch nicht rechtskräftig.