Stecker in Steckdosen einer Stromverteilerleiste auf Fußboden einer Wohnung
ORF/Dominique Hammer
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Energie

Salzburg AG senkt Strompreis ab Juli

Nach dem Verbund und einigen Landesenergieversorgern senkt mit 1. Juli auch die Salzburg AG den Strompreis auf 11,88 Cent pro Kilowattstunde brutto. Der Landesenergieversorger garantiert den Preis bis Mitte 2028. Auch ein neuer Erdgas-Tarif wird eingeführt.

Dass es zeitnah eine Strompreissenkung geben wird, kündigte der Energieversorger zuletzt bereits an, nun ist es fix: Der neue, günstigere „Strom Preisfix“-Tarif kommt mit Juli und beläuft sich auf 9,90 Cent netto pro Kilowattstunde bzw. 11,88 Cent brutto, informierte die Salzburg AG am Freitag.

Preis zwei Jahre lang garantiert

Der Landesenergieversorger garantiert den Strompreis bis Ende Juni 2028. „Die Zeiten sind noch immer unruhig. Das sehen wir gerade an den jüngsten Ereignissen im Nahen Osten. Mit dem neuen Tarif ermöglichen wir Versorgungssicherheit zu einem günstigen Preis“, sagte Konzernsprecher Michael Frostel.

Salzburg AG senkt Strompreis

Nach dem Verbund und einigen Landesenergieversorgern senkt mit 1. Juli auch die Salzburg AG den Strompreis auf 11,88 Cent pro Kilowattstunde brutto.

Kilowattstunde derzeit fast doppelt so teuer

Aktuell zahlen Salzburg AG-Kundinnen und -Kunden mit 20,28 Cent brutto fast doppelt so viel pro Kilowattstunde. Allerdings gibt es seit Anfang 2025 einen Strompreisdeckel – mit zwölf Cent brutto pro Kilowattstunde bis zu einem Verbrauch von 1.500 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Vier von zehn Kunden profitieren davon zur Gänze, weil ihr Stromverbrauch darunter liegt. Ein Durchschnittshaushalt hat aber einen Stromverbrauch von rund 3.500 Kilowattstunden jährlich.

Kunden müssen aktiv in neuen Stromtarif wechseln

Kundinnen und Kunden müssen aktiv in den neuen Stromtarif wechseln. Über die Details werde man rechtzeitig informieren, hieß es am Freitag von der Salzburg AG. Erdgaskunden können bis Ende April in den neuen Tarif „Erdgas Preisfix28“ wechseln. Damit wird der Preis von 6,38 Cent/Kilowattstunde netto ebenfalls für zwei Jahre bis April 2028 garantiert. Normalerweise wird der Gastarif zweimal im Jahr angepasst.

Politische Reaktionen auf die Senkung

Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) sagte zu der Senkung : „Bereits im Jänner habe ich Gespräche mit dem Vorstandssprecher der Salzburg AG aufgenommen mit dem Ziel, für die Salzburgrinnen und Salzburger langfristig günstigere Energiepreise zu erreichen. Der klare Auftrag war die Erarbeitung eines Modells, das Planungssicherheit und Leistbarkeit garantiert. In der Zwischenzeit hat sich die Weltlage dramatisch verändert, Energiekosten für Gas und Strom steigen ebenso wie die Kosten für Treibstoff, etwa Diesel und Benzin. Daher ist es jetzt wichtiger denn je, den Menschen Sicherheit zu geben. Es freut es daher sehr, dass sich die Salzburgerinnen und Salzburger mit dem präsentierten Paket ab 1. Juli auf zwei Jahre garantierten Strompreis unter 10 Cent pro Kilowattstunde verlassen können. Das ist genau die richtige Antwort auf die steigende Unsicherheit in der Bevölkerung. Das ist aber auch aus unternehmerischer Sicht keine Selbstverständlichkeit, gerade in diesen Tagen.“

„Sinkende Energiepreise sind eine gute Nachricht für die Menschen und Betriebe in Salzburg. Und sie zeigen, dass der eingeschlagene Weg in Richtung erneuerbare Energien wirkt“, kommentiert Landessprecherin Martina Berthold (Grüne)die aktuelle Ankündigung der Salzburg AG. „Wir sehen, dass Investitionen in erneuerbare Energien nicht nur dem Klima helfen, sondern auch den Geldbörsen der Menschen. Saubere Energie macht uns unabhängiger und ist günstiger. Wer heute in Sonne, Wind und Wasserkraft investiert, spart morgen Geld“, stellt Berthold klar.

AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder dazu: „Dass der Strompreis nun unter die Marke von zehn Cent sinken soll, ist ein wichtiger und richtiger Schritt. Die Arbeiterkammer hat seit Langem darauf hingewiesen, dass hier Spielräume vorhanden sind.“