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Soziales

Jugend im Asylheim: Bürgermeister gegen Regelschul-Unterricht

Im Asylquartier in Bergheim (Flachgau) sind 16 Kinder und Jugendliche untergebracht. Weil diese laut Innenministerium schulpflichtig sind, will man prüfen, ob und wie ein Unterricht organisiert werden kann. Der Bürgermeister ist gegen die Einbeziehung örtlicher Pflichtschulen.

Es ist nicht gewiss, ob die derzeit in Bergheim untergebrachten Kinder im Herbst noch anwesend sein werden, oder sie bis dahin abgeschoben sein könnten. Weil sie laut Innenministerium im schulpflichtigen Alter sind, brauche es einen Zugang zu Bildung. Daher seien Gemeinde und Land gefordert.

Bergheims Bürgermeister Robert Bukovc (ÖVP) stellt aber die pädagogische und gesetzliche Notwendigkeit in Frage: „Das bringt auch den Kindern, die hier kurzfristig, vielleicht mit mangelnden Sprachkenntnissen, in diese Klassen gesteckt werden, nichts. Für mich stellt sich primär die Frage, ob überhaupt eine Schulpflicht besteht oder nicht.“

Asylbeauftragter unterstützt das Bundes-Vorhaben

Salzburgs Asylbeauftragter Anton Holzer spricht von einer umsichtigen Maßnahme. Die Zahl der Asylwerber sei im Bundesland zwar auf dem niedrigsten Stand seit über zehn Jahren, doch der Anteil der Kinder steige, so Holzer. „Die Asylzahlen in Österreich sind deutlich rückläufig. In den letzten Jahren haben wir wahrgenommen, dass vor allem Familien kommen und der Anteil der Kinder ist bei rund 50 Prozent.“

Option: Unterricht direkt im Asylheim

Nach Ostern wollen die Gemeinde Bergheim und der Betreiber des Asylquartiers prüfen, ob sich ein Schulunterricht im Quartier selbst unterbringen lässt. Das laufende Kommen und Gehen der Asylsuchenden würde nämlich einen geregelten Betrieb in den örtlichen Schulen verunmöglichen, so der Bürgermeister.