An der Caritas-Schule in Salzburg hat Freitag eine Aktion zur Typisierung von Stammzellen stattgefunden. Dabei erfuhren Interessierte, ob sie als Spender in Fragen kommen. Initiatorin ist eine 17-jährige Schülerin. Sie will zeigen, dass mit relativ wenig Aufwand ein Leben gerettet werden kann.
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Gesundheit

Leukämiehilfe sucht junge Stammzellspender

In den Salzburger Bewohner-Servicestellen können sich Menschen seit einem halben Jahr kostenlos als Stammzellspenderinnen und -spender registrieren lassen. Die erste Bilanz fällt zwar noch überschaubar aus, die Leukämiehilfe hofft aber auf weitere, vor allem junge Interessierte.

19 Salzburgerinnen und Salzburger haben sich seit vergangenem Dezember über die Bewohner-Servicestellen als Stammzellspender registrieren lassen. Um weitere Menschen zwischen 17 und 45 Jahren zu erreichen, setzt die Leukämiehilfe auf Aufklärung. Die Altersgrenze hat mehrere Gründe: Mit zunehmendem Alter nimmt die Stammzellproduktion ab, außerdem steigt das Risiko für Erkrankungen.

„Jede Spende schenkt Hoffnung“

Jede Typisierung verursacht zudem rund 40 Euro Laborkosten, die ausschließlich durch Spenden finanziert werden. Gesucht werden deshalb vor allem junge und gesunde Spenderinnen und Spender, sagte Kristina Fenninger von der Leukämiehilfe Österreich: „Es gibt laufend Aktionen, wir sind viel in der Öffentlichkeit und wir lassen uns immer etwas Neues einfallen, damit wir Aufmerksamkeit auf unsere Arbeit lenken. Jede einzelne Spende schenkt Hoffnung und ist gute Werbung für uns.“

Leukämiehilfe sucht junge Stammzellspender

Potenzielle Spender werden in Datenbank aufgenommen

Die Registrierung ist kostenlos und unkompliziert. Ein Wangenabstrich genügt, die Probe wird anschließend an ein Labor in Vorarlberg geschickt. „Für einen Patienten passt im Schnitt nur jeder 500.000. bis millionste Mensch. Darum ist es so wichtig, dass sich möglichst viele in die Datenbank aufnehmen lassen“, so Fenninger. Wer sich typisieren lässt, bleibt bis zum 60. Lebensjahr in einer internationalen Datenbank gespeichert – und könnte auch Jahre später noch zum passenden Spender für einen Blutkrebspatienten werden.