Residenzbrunnen im Hochsommer
ORF/Georg Hummer
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Chronik

Senioren, Kinder und Soldaten vor Hitze schützen

In Salzburg schützen sich mehr Einrichtungen gegen Sommerhitze. In mehr als der Hälfte der Seniorenhäuser gebe es inzwischen Schutzpläne – auch zur Kühlung von Medikamenten, so Soziallandesrat Wolfgang Fürweger (FPÖ). Auch an Schulen und beim Bundesheer gibt es Maßnahmen und Pläne.

Lüften in den frühen Morgenstunden, viel Wasser oder kalten Tee trinken, zusätzliche Pausen und wenn möglich sogar Unterricht im Freien – so soll an Schulen der Hitze begegnet werden. Manche fordern auch den Entfall von Schulstunden, also hitzefrei.

Landesrätin rechnet mit mehr heißen Sommern

Die heißeren Sommer würden bauliche und strukturelle Veränderungen erfordern, sagt Bildungslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP). Für hitzefreie Stunden oder Tage gebe es aber derzeit noch keine gesetzliche Grundlage: „Es ist eine Illusion zu glauben, dass diese Hitze derzeit ein Einzelereignis ist. Wir müssen uns überlegen, wie wir das in Zukunft lösen, wenn es hitzefrei gibt. Wie entlasten wir dann die Eltern.“

Soldaten nicht durch Hitze quälen

Hitzefrei gibt es für Soldaten beispielsweise auch nicht, wohl aber eine Anpassung der Ausbildung für Grundwehrdiener. Wenn es zu Mittag mehr als 28 Grad hat, sagt Rene Auer, Pressesprecher des Salzburger Militärkommandos: „Es wird darauf geachtet, dass die Soldaten genug zu trinken haben. Es sollen Pausen gemacht werden, dass keine besonders herausfordernden Märsche und sonstige Belastungen durchgeführt werden. Der Sport soll nur in den Morgenstunden durchgeführt werden, wenn es noch kühler ist.“

Diese Bestimmungen wurden nach dem Tod eines Rekruten überarbeitet, der 2017 bei einem Orientierungsmarsch in Niederösterreich einem Hitzschlag erlitt.