Salzburgs Almbauern fordern von der EU mehr Fördergelder, um Klimawandel, Hitze und Trockenheit besser bewältigen zu können. In der laufenden Wochen wird in Brüssel wieder einmal zu diesem Themen verhandelt. Und in Saalfelden gibt es dazu eine internationale Tagung.
ORF/Matteo Eichhorn
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Landwirtschaft

Almbauern wollen mehr Fördergeld von EU

Salzburgs Almbauern fordern von der EU mehr Fördergelder, um Klimawandel, Hitze und Trockenheit besser bewältigen zu können. In der laufenden Wochen wird in Brüssel wieder einmal zu diesem Themen verhandelt. Und in Saalfelden gibt es dazu eine internationale Tagung.

Zum Beispiel die Agrargemeinschaft auf der Kammerling-Alm in Weißbach bei Lofer (Pinzgau) bekommt pro Jahr laut AMA-Transparenzdatenbank etwa rund 6.200 Euro an EU-Fördergeldern.

Zusätzlich fließen noch deutlich mehr EU-Fördermittel an die einzelnen Mitglieder der Agrargemeinschaft. Josef Volgger ist deren Obmann: „Wir haben Almbauern aus Bayern und Salzburg. Die Anträge stellen wir an die Agrarmarkt Austria. Wir wollen selbständig bleiben. Und Förderungen haben auch einen Pferdefuß: Sie fördern auch die Abhängigkeit."

Wer zahlt wofür? EU, Bund, Länder?

Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU besteht aus Direktzahlungen und Förderungen für die ländliche Entwicklung. Die Direktzahlungen werden von der EU finanziert, die Förderungen gemeinsam mit dem Bund und den Ländern.

Wieviel ein Almbauer bekommt, hängt bei den Direktzahlungen von der Größe der Almfläche, von Umwelt- und Klimafreundlichkeit der Bewirtschaftung und von der Menge an aufgetriebenen Tieren ab. Auch die Förderungen für ländliche Entwicklung sind an Umweltkriterien gekoppelt.

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Salzburgs Almbauern fordern von der EU mehr Fördergelder, um Klimawandel, Hitze und Trockenheit besser bewältigen zu können. In der laufenden Wochen wird in Brüssel wieder einmal zu diesem Themen verhandelt. Und in Saalfelden gibt es dazu eine internationale Tagung.
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Internationale Tagung im Saalfeldener Festsaal
Salzburgs Almbauern fordern von der EU mehr Fördergelder, um Klimawandel, Hitze und Trockenheit besser bewältigen zu können. In der laufenden Wochen wird in Brüssel wieder einmal zu diesem Themen verhandelt. Und in Saalfelden gibt es dazu eine internationale Tagung.
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Kammerling-Alm in den Vorbergen des Steinernen Meeres bei Weißbach
Salzburgs Almbauern fordern von der EU mehr Fördergelder, um Klimawandel, Hitze und Trockenheit besser bewältigen zu können. In der laufenden Wochen wird in Brüssel wieder einmal zu diesem Themen verhandelt. Und in Saalfelden gibt es dazu eine internationale Tagung.
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Salzburgs Almbauern fordern von der EU mehr Fördergelder, um Klimawandel, Hitze und Trockenheit besser bewältigen zu können. In der laufenden Wochen wird in Brüssel wieder einmal zu diesem Themen verhandelt. Und in Saalfelden gibt es dazu eine internationale Tagung.
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Salzburgs Almbauern fordern von der EU mehr Fördergelder, um Klimawandel, Hitze und Trockenheit besser bewältigen zu können. In der laufenden Wochen wird in Brüssel wieder einmal zu diesem Themen verhandelt. Und in Saalfelden gibt es dazu eine internationale Tagung.
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Komplizierte Förderstrukturen

Almbauern können auch Investitionsförderungen beantragen – etwa für die Renovierung von Almhütten. Es gibt auch einen Fördertopf mit Ausgleichszahlungen für besonders entlegene Gebiete. Vor allem die Prämie für den Almauftrieb sollte deutlich erhöht werden, fordert der Interessensverband Almwirtschaft Österreich.

Sonst werde die Förderpolitik begünstigen, dass immer mehr Almen zuwachsen, heißt es bei der internationalen Almwirtschaftstagung in Saalfelden.

Klimawandel bringt mehr Almgras, mehr Kühe nötig

Ohne Anreiz würden immer mehr Almbauern aufgeben, betont Josef Obweger, Obmann des Vereins Almwirtschaft Österreich: „Es wird immer wärmer, dadurch wächst mehr Biomasse. Da bräuchten wir mehr Tiere, um das zu nutzen. Der Trend ist aber gegenläufig."

Für den Auftrieb einer ausgewachsenen Kuh oder eines Schafs bekommt ein Almbauer derzeit pro Jahr genau hundert Euro von der EU überwiesen. Die Höhe dieser Förderung wird allerdings nicht in Brüssel, sondern in Österreich bestimmt.

Georg Juritsch vom Referat für Agrarwirtschaft beim Land Salzburg: „Der Plan wird in Österreich gemeinschaftlich ausgearbeitet. Maßgeblich ist dabei der Bund."

EU-Kommission will eigene Bürokratie verkleinern

Eine Erhöhung der Almauftriebsprämie sei also auch in der derzeitigen Struktur möglich, betont die Verantwortliche in der EU-Kommission. Elisabeth Werner ist dort die Generaldirektorin für den Bereich Landwirtschaft: „Die EU-Kommission zieht sich bewusst aus einer detaillierten Regelung. Wir haben in den letzten Jahren gehört, die Bürokratie werde zu groß. Deshalb gehen wir einen Schritt zurück, und da sollen die Nationalstaaten nun wieder mehr entscheiden."

Landwirte hoffen auf Besserung

Viele Almbauern in Saalfelden, im Land Salzburg und in ganz Österreich verfolgen den Ausgang der Verhandlungen in Brüssel jedenfalls sehr genau.