Zusammenbau der Leihräder S-Bikes in den Geschützten Werkstätten
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Wirtschaft

Leihräder: Mega-Auftrag für Geschützte Werkstätten

Seit dem Start des Leihräder-Angebotes in der Stadt Salzburg vor einer Woche wurden rund 6.000 Mal E-Bikes entlehnt und wieder zurückgebracht. Die Elektro-Bikes werden zwar in Asien produziert, in Salzburg aber werden sie bei den Geschützten Werkstätten zusammengebaut.

Für die Geschützten Werkstätten (GWS) in Salzburg-Gnigl und ihre Beschäftigten ist die Endfertigung der Elektroräder ein bedeutender Auftrag. Bis zu zehn zum Teil beeinträchtigte Männer übernehmen die Endfertigung der aus China und Kambodscha stammenden E-Bikes: „Von Anfang bis zum Ende kümmern wir uns um die Pedale. Wir pumpen die Reifen auf und kleben ein Etikett auf den Rahmen als Anleitung für die Räder. Auch die Bremstestung übernehmen wir“, sagte Vorarbeiter Adriaan Sutherland.

Stabile Auslastung für Jahre durch S-Bike-Auftrag

Mitarbeiter Jürgen Resch bezeichnete die Kooperation als „super Projekt“. 350 Leih-E-Bikes können in der Landeshauptstadt derzeit an 40 Stationen gemietet werden. Zusätzlich werden heuer nochmals 300 Stück zu den Geschützten Werkstätten geliefert. Im kommenden Jahr folgt dann die zweite Aufbaustufe.

Zusammenbau der Leihräder S-Bikes in den Geschützten Werkstätten
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Die Endfertigung der Leihräder erfolgt von den Mitarbeitern der Geschützten Werkstätten in Salzburg-Gnigl

Integrativer Betrieb ohne Gewinnorientierung

Der Auftrag bringe den Werkstätten eine stabile und planbare Auslastung für die kommenden Jahre: „Dieser Auftrag ist für uns wichtig, um Beschäftigung zu schaffen. Unser Job als integrativer Betrieb ist es nicht, Gewinne zu erwirtschaften, sondern wir beschäftigen Menschen in hochwertigen Arbeitsverhältnissen“, sagte die Geschäftsführerin der Geschützten Werkstätten, Astrid Lamprechter. „Wir gehen davon aus, dass im ersten vollen Jahr rund 100.000 Euro Umsatzvolumen entsteht“, bilanzierte Thomas Neuheimer von der Abteilung Service & Montagen bei den Geschützten Werkstätten.

Produktion in China – Endfertigung in Salzburg

Produziert werden die Fahrräder vom US-amerikanischen Konzern Lime in Asien. Auftraggeber war der Salzburger Verkehrsverbund. Er erteilte den Zuschlag unter fünf Anbietern. Kritik, dass dabei ein chinesisches Produkt zum Zug kam, habe es laut dem Verkehrsverbund nicht gegeben: „Primär geht es um die Qualität und die Fahrräder, aber wir wollen natürlich auch eine lokale Wertschöpfung hier haben, dadurch erfolgt die Endfertigung hier“, sagte Verkehrsverbund-Geschäftsführer Johannes Gfrerer.

Das Wiederaufladen leerer Akkus sowie sämtliche anfallende Reparatur-Arbeiten übernehmen künftig ebenfalls die Beschäftigten der Geschützten Werkstätten in Salzburger Stadtteil Gnigl.

Leihräder bringen Mega-Auftrag für Geschützte Werkstätten