30 Millionen Euro wollte der Betreiber aus Altmünster (Oberösterreich) in das 44-Betten-Hotelprojekt samt Büros, Wohnungen und Geschäftsflächen an der prominenten Adresse beim Rathausbogen in der Salzburger Altstadt investieren.
Seit mehr als einem Jahr steht die Baustelle, die mehrere Altstadthäuser umfasst, bereits still. Eine Bank stellte nun den Insolvenzantrag. Bei dem Projekt an der Staatsbrücke sollten drei denkmalgeschützte Altstadthäuser revitalisiert werden.
Alle drei Altstadthäuser sollen verwertet werden
Ende 2024 hätte das Immobilienprojekt bereits fertiggestellt sein sollen – seit damals aber ruhen die Arbeiten, schon damals wurde über offene Forderungen spekuliert. Nun meldete der alpenländische Kreditschutzverband mehr als 31 Millionen Euro Schulden.
Masseverwalter ist der Salzburger Rechtsanwalt und frühere Bürgerlisten-Politiker, Helmut Hüttinger. Laut ihm soll der gesamte Komplex verkauft werden.
Masseverwalter bezeichnet Projekt als attraktiv
„Grundsätzlich ist es ein durchaus attraktives Projekt meines Erachtens – einerseits von der Lage und auch von der Größe. Aufgrund der Konfiguration des Gebäudes mit relativ kleinen Räumlichkeiten scheint es etwas schwierig zu sein“, sagte Masseverwalter Hüttinger.
Verwertungsmöglichkeiten werden geprüft
Die Raumaufteilung sei auch der Grund gewesen, dass eine Hotelnutzung nur zum Teil angedacht wurde. „Wir werden genau prüfen, welche Verwertungsmöglichkeiten es gibt“, sagte Hüttinger. Bereits im Sommer 2025 wurden Finanzierungsprobleme der Projektbetreiber bekannt. Laut ursprünglichem Zeitplan war die Inbetriebnahme des Komplexes Ende 2024 geplant.