Die insgesamt fünf Abschnitte der Wehrmauer am Mönchsberg waren Teil der historischen militärischen Stadtbefestigung, des sogenannten Schartenwalles aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und sollten die Schmalstelle zwischen Mönchsberg und Festungsberg sichern.
Das historische Gemäuer aus dem 17. Jahrhundert muss nun nicht nur saniert sondern vor allem auch abgesichert werden, um ein Ausbrechen von Gesteinsmaterial zu verhindern.
Archäologen begleiten die Sanierungsarbeiten
Die Gerüste dazu sind bereits aufgebaut, jetzt wird die Mauerkrone instand gesetzt und die Steinmauern werden neu verfugt. Laut städtischem Hochbauamt müssen sich die Experten buchstäblich Stein für Stein voran arbeiten – alle Arbeiten werden zudem archäologisch begleitet, um keine historischen Relikte zu übersehen bzw. zu beschädigen.
Bei der Sanierung werde außerdem Unkraut entfernt, das Mauerwerk besser gegen Feuchtigkeit geschützt und lose Steine mit Stahlstäben verankert. Dabei kommen möglichst authentische Materialien, wie etwa Konglomeratgestein zum Einsatz.
„Bürgermeisterloch“ erstmals 1867 dokumentiert
Die Wehrmauer ist Teil der Stadtbefestigung, die unter Fürsterzbischof Paris Lodron in den 1630er Jahren errichtet wurde. Mehr als 200 Jahre später ist die Mauer auf Anordnung des damaligen Bürgermeisters der Stadt, Heinrich Ritter von Mertens, für einen Durchgang durchbrochen worden. Weil der Torbogen von ihm für seinen täglichen Weg zur Arbeit gern genutzt wurde, gaben ihm die Salzburger bald den Spitznamen „Bürgermeisterloch“. Die Sanierungsarbeiten sollen bis zum Herbst 2027 dauern.