Gerade an einem Wochenende in den Sommerferien wollen viele Familien die Salzburger Sehenswürdigkeiten entdecken. Dafür müssen sie tief in die Tasche greifen. Wer mit der Schafbergbahn fahren möchte, zahlt heute um knapp 80 Prozent mehr als noch im Jahr 2016.
Betriebe argumentieren mit steigenden Kosten
Einer der Besuchermagneten der Stadt Salzburg ist das Haus der Natur, das durchschnittlich 1.000 Besucherinnen und Besucher pro Tag zählt. Wer sich für Dinosaurier, Amphibien oder Technik interessiert, muss aber tief in die Tasche greifen. Die Ticketpreise für Erwachsene verdoppelten sich in den vergangenen zehn Jahren. Der Eintritt für Kinder wurde sogar um 90 Prozent teurer. Das lag deutlich über der Teuerung von knapp 40 Prozent. „Es hat Preissteigerungen in den Lohnkosten gegeben, die Betriebskosten sind gestiegen, es sind die Energiekosten gestiegen“, erklärte der stellvertretende Direktor vom Haus der Natur Torsten Klade.
Sehenswürdigkeiten: Preise in zehn Jahren verdoppelt
Die Preise für Salzburgs Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele und Museen sind in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. Seit 2016 haben sich die Ticketpreise teilweise sogar verdoppelt. In diesem Zeitraum hat die allgemeine Teuerung um rund 40 Prozent zugenommen.
Klade verwieß außerdem auf die hohen Investitionen. So kostete der neueste Umbau im Reptilienzoo über zwei Millionen Euro. Finanzielle Unterstützung kommt von den beiden Gesellschaftern Stadt und Land. Diese schossen zuletzt jeweils 1,3 Millionen Euro zu. Ähnlich ist es beim Salzburger Zoo: Auch hier sind Stadt und Land zur Hälfte beteiligt. Der Eintritt für Erwachsene wurde innerhalb von zehn Jahren um 60 Prozent teurer, für Kinder um über 50 Prozent. Höhere Zuschüsse, um die Ticketpreise zu stützen, gibt es nicht.
Weitere Preiserhöhungen wurden schon angekündigt
Und auch im kommenden Jahr werden die Preise weiter steigen. So kündigten die Tourismusbetriebe der Salzburg AG, darunter Festungsbahn, Schafbergbahn und Wolfgangseeschifffahrt, eine Erhöhung um vier Prozent an.
Es gibt jedoch auch Ausflugsziele und touristische Attraktionen, deren Preise vergleichsweise moderat gestiegen sind. Dazu zählen die Großglockner Hochalpenstraße und der Mönchsbergaufzug, die seit 2016 jeweils um knapp über 30 Prozent teurer geworden sind, sowie die Festungsbahn (inklusive Festungsaufzug), deren Ticketpreise um knapp ein Viertel (26 Prozent) erhöht wurden.
Um Kosten für Sehenswürdigkeiten zu sparen, verweisen Stadt und Land auf Vergünstigungen wie den Familienpass, die Aktivkarte oder den Kulturpass.